Aufbau der Skelettmuskulatur

Unsere gesamte Skelettmuskulatur setzt sich aus vielen Muskelgruppen bzw. einzelnen Muskeln zusammen. Ein Muskel wiederum setzt sich aus vielen Muskelfaserbündeln zusammen.

 

Die Skelettmuskulatur


Darstellung und Erklärung der Funktionen von einem Muskel – Muskelfaserbündel – Muskelfaser – Sarkomer – Aktin – Myosin – Titin.

 

Detailansicht eines Muskels


Zu erkennen sind hier die einzelnen Muskelfaserbündel einer Skelettmuskulatur mit den darin enthaltenen Muskelfasern sowie die Umhüllung des Muskels mit der Muskelhaut, der sogenannten Faszie.

 

Das Muskelfaserbündel


Eine einzelnes Muskelfaserbündel unserer Skelettmuskulatur setzt sich aus vielen einzelnen Muskelfasern (auch Muskelfibrille, Myofibrille, siehe Abb.3) zusammen. Die Muskelfasern können eine Länge von bis zu 15 cm bei einem Durchmesser von ca. 0,01 mm erreichen.

Unter dem Mikroskop ist die streifenförmige Aufteilung der Sarkomere quer zur Muskulatur sehr gut zu erkennen. Daher auch der Name „quergestreifte Muskulatur“.

 

Das Sarkomer


Die Muskelfasern (auch Muskelfibrille, Myofibrille) unserer Skelettmuskulatur bestehen aus vielen einzelnen Sarkomeren. Die Sarkomere bestehen in der Hauptsache aus zwei einzelnen Strukturen, dem Aktinfilament und dem Myosinfilament , welche sich ineinander verschieben können (=Filamentgleiten) und so eine Kontraktion (Anspannung) des Muskels bewirken (Siehe Abb.4).

Hinzu kommt das von den Molekularbiologen Maruyama und Wang Ende der achziger Jahre erstmals beschriebene Titin , welches eine wesentliche Rolle für die Stabilität und Elastizität des Muskels spielt. So sorgt das Titin als molekulare Feder u. a. für die Ruhespannung der Muskulatur.

Einfach gesagt darf das Titin als Antagonist (= Gegenspieler) zum Aktin verstanden werden. Im Ruhezustand und bei einer Dehnung des Muskels übt das Titin einen Zug auf die Z-Bande aus. Bei einer Kontraktion hingegen ist es das Aktin, welches an der Z-Bande zieht.