Schneller laufen durch Rumpfstabilisation

Wird man nur durch Rumpfstabilisation schneller? Und wenn ja, warum ist das so? Die Rumpfstabilität ist die Grundlage für eine saubere und effektive Lauftechnik.

Ein stabiler Rumpf ist der Anker, an dem sich der Schultergürtel und Beckengürtel (und damit auch Arme und Beine) ihren Halt holen, um effektiv arbeiten zu können.

Schneller durch Rumpfstabilisation?

Das ist mit ein Grund, warum die Sprinter so muskulös sind. Bei ihnen treten aufgrund der explosionsartigen Beschleunigung extreme Flieh-, Zug- und Druckkräfte auf. Alle diese Kräfte werden vom Rumpf aufgefangen und kompensiert. Denn je ruhiger der Rumpf beim Sprint ist, desto weniger „Unwucht“ hat der Sprinter und desto schneller kann er laufen. Genau das ist das Ziel der Rumpfstabilisation.

Bei größeren Distanzen schützt (unter anderem) ein stabiler Rumpf vor einem unvorteilhaften Laufstil und mindert damit das orthopädische Risiko. Des weiteren hilft eine gute Rumpfstabilisation bei einem ökonomischen Laufstil – das erlaubt in der Folge eine höhere Durchschnittsgeschwindigkeit und schont im besten Falle sogar etwas das Herzkreislaufsystem.

Doch Rumpfstabilisation alleine ist nutzlos, wenn nicht ein strukturiertes Training mit der richtigen Methodik und Didaktik erfolgt, in dem alle anderen Komponenten für ein Sprinttraining mit berücksichtigt werden.

Quellennachweis:

Headerfoto: Heat 3 of the Mens 100m Semi-Final von William Warby, lizenziert unter CC BY 2.0.

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