So kannst Du feststellen, ob Du von Peniskrebs betroffen bist!

Peniskrebs ist äußerst selten und tritt vor allem bei älteren Männern auf. Eine zügige Behandlung ist nichtsdestotrotz notwendig, damit der Krebs nicht streuen kann. In unserem Ratgeber erfährst Du, was Peniskrebs ist, welche Ursachen dafür verantwortlich sind und woran Du die Krankheit erkennst. Außerdem verraten wir Dir, wie eine Behandlung vonstattengeht.

Peniskrebs – Was ist das eigentlich?

Du hast noch nie von Peniskrebs gehört? Das ist nicht verwunderlich, denn diese Form von Krebs tritt nur sehr selten auf. Weniger als 1% aller Krebserkrankungen entfallen auf Peniskrebs. Die betroffenen Männer sind vorwiegend über 60 Jahre alt. Nur etwa 20% der Männer sind jünger. Peniskrebs bildet sich häufig an der Eichel und an der Vorhaut. Werden die Tumoren nicht behandelt, können sie sich auf Prostata, Harnröhre und Schwellkörper ausdehnen. In späteren Stadien können sie auch in die Lymphknoten der Leisten und des Beckens wandern oder sich über den Blutweg auf das Skelett oder die Lunge ausbreiten.

Wie sind die Behandlungschancen?

Die Behandlungschancen sind sehr gut, wenn der Krebs frühzeitig erkannt wird und die Lymphknoten noch nicht befallen sind. In dem Fall ist es dem Arzt normalerweise möglich, alle bösartigen Zellveränderungen zu entfernen. Je länger der Krebs unerkannt wuchern kann, desto weiter kann er sich ausbreiten und desto schwieriger wird eine Heilung.

peniskrebs anzeichenWelche Ursachen führen zu Peniskrebs?

Die Ursachen für Peniskrebs sind derzeit noch nicht geklärt. Forschungen haben jedoch ergeben, dass Zusammenhänge mit bestimmten Faktoren bestehen.

  • Hygiene: Eine gute Hygiene ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass kein Peniskrebs entsteht. Forscher haben herausgefunden, dass der sogenannte Vorhauttalg, der sich unter der Vorhaut ansammelt, die Entstehung von Tumoren im Penis begünstigt. Je häufiger der Penis gereinigt wird, desto weniger Talg kann sich ansammeln und das Risiko für Peniskrebs sinkt.
  • Vorhautverengung: Bei einer Vorhautverengung ist es nicht möglich, die Vorhaut komplett zurückzuschieben. Dementsprechend wird die Hygiene erschwert und es kann sich mehr Vorhauttalg bilden, der die Entstehung von Peniskrebs begünstigt.
  • Chronische Entzündungen: Chronische Entzündung der Vorhaut oder der Eichel können die Entstehung von Peniskrebs ebenfalls begünstigen.
  • HPV-Infektionen: Eine Ansteckung mit dem sexuell übertragbaren humanen Papilloma-Virus kann zu einer warzenähnlichen Veränderung der Genitalhaut führen und wird mit der Entstehung von Penistumoren in Verbindung gebracht. HPV kann außerdem die Ursache für Balanitis sein.
  • Schleimhautveränderung: Stellst Du eine weißliche Veränderung der Schleimhaut fest, so kann sich dies um eine Vorstufe von Peniskrebs handeln.
  • Rauchen: Rauchen ist ein Risikofaktor für diese Form von Krebs.
  • Hohes Lebensalter: Krebs an Penis dritt vorwiegend bei Männer über 60 Jahren auf.

Symptome von Peniskrebs – So erkennst Du die Krankheit!

Es ist gar nicht so einfach Peniskrebs zu erkennen. Oftmals äußert er sich durch flache Rötungen, die mit der Zeit größer werden. Auch Verhärtungen unter der Vorhaut oder Schwellungen können ein Hinweis auf Peniskrebs sein. Meistens sind die Verhärtungen schmerzfrei, aber dennoch tastbar. Weiten sich die Veränderungen aus, nimmt die Haut am Penis teilweise sogar eine blumenkohlartige Oberfläche an. Auch Blutungen oder übelriechender Ausfluss können hinzukommen. Die Symptome treten nicht immer gleichzeitig auf. Es kann also durchaus sein, dass der eine Mann an ein bis zwei Symptomen leidet, während ein anderer Mann mit Peniskrebs alle Symptome aufweist.

Bei Verdacht zum Arzt – So erfolgt die Diagnose

Stellst Du verdächtige Hautveränderungen an Deinem Penis fest, solltest Du am besten direkt Deinen Arzt konsultieren. So gehst Du auf Nummer sicher. Schließlich ist es äußerst wichtig, dass der Krebs frühzeitig erkannt wird, damit eine Heilung noch möglich ist.

behandlung peniskrebsDer Arzt wird Dich zunächst zu Deinen Beschwerden und zu der Dauer der Probleme befragen. Im nächsten Schritt wird er Deinen Penis abtasten und prüfen, ob die Lymphknoten in der Leiste geschwollen sind. Eine Gewebeprobe soll anschließend klären, ob tatsächlich ein Tumor vorliegt oder nicht. Die Probe muss dafür mikroskopisch untersucht werden.

Stellt sich heraus, dass Du tatsächlich unter Peniskrebs leidest, musst Du automatisch mit weiteren Untersuchungen rechnen. Als erstes wird geprüft, ob der Tumor sich bereits ausgebreitet und andere Organe befallen hat. Anschließend wird der Krebs in ein Stadium eingeteilt, welches Auskunft darüber gibt, wie weit die Krankheit fortgeschritten ist. Für diese Einteilung wird die internationale TNM-Klassifikation genutzt. Dabei steht T für Tumor, N für Lymphknotenbefall und M für Metastasen.

Diese Stadien gibt es:

T1: Der Krebs ist oberflächlich und infiltriert nur Bindegewebe

T2: Das Peniskarzinom hat sich auf die Schwellkörper ausgeweitet

T3: Der Tumor hat sich auf die Harnröhre ausgeweitet

T4: Der Krebs hat sich auf weitere, benachbarte Gegenden im Körper ausgeweitet

 

N0: Die Lymphknoten sind nicht befallen

N1: Ein Lymphknoten ist befallen

N2: In mehreren Leistenlymphknoten befinden sich Metastasen

N3: Der Tumor befindet sich bereits in den Beckenlymphknoten oder wächst aus einem befallenen Lymphknoten heraus

 

M0: Es haben sich noch keine Metastasen gebildet

M1: Es haben sich bereits Metastasen gebildet

Wie wird Peniskrebs therapiert?

Wie der Krebs therapiert wird, hängt davon ab, wie weit er fortgeschritten ist. In der Regel kommen eine Strahlen- und Chemotherapie nicht zum Einsatz, da sie in diesem speziellen Fall nicht wirklich helfen. Ist der Tumor auf die Vorhaut begrenzt, so genügt normalerweise eine simple Beschneidung. Peniskrebs in einem frühen Stadium kann lokal mit dem Laser entfernt werden. Ist er bereits weiter fortgeschritten, muss möglicherweise eine Amputation erfolgen. Nicht immer muss dabei der komplette Penis abgenommen werden. Manchmal reicht auch eine teilweise Amputation. Auch die Lymphknoten in der Leiste werden dabei entfernt. Danach kann es zu einem Anschwellen der Beine kommen, da die Lymphe in Folge des Eingriffs nicht mehr richtig abfließen kann.

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William C. Hilberg
As an author, Mr. Hilberg has published several papers on health issues that have gained international recognition. He is close to nature and loves the seclusion and activity as a freelance journalist. In his function as editor William C. Hilberg manages the entire content of PENP. Our team greatly appreciates his expertise and is proud to have him on board.