Krebsvorsorge bei Männern und Frauen – Untersuchungen & Früherkennungsmaßnahmen

Das Wichtigste in Kürze:

  • Seit nahezu 50 Jahren existiert in Deutschland ein gesetzliches Krebsfrüherkennungsprogramm mit ausgewählten Untersuchungen.
  • Für einige der am häufigsten vorkommenden Krebserkrankungen stehen geeignete Tests zur Verfügung.
  • Früherkennungsmaßnahmen können den Erfolg der medizinischen Behandlung und somit die Heilungschancen steigern.
  • Die Tests können in Einzelfällen jedoch auch Nachteile mit sich bringen wie beispielsweise falschen Alarm, übersehene maligne Tumoren oder unnötige Krebsdiagnosen.
  • Daher ist es sehr wichtig, sich im Vorfeld exakt über die Vor- und Nachteile der entsprechenden Tests zu informieren und mit dem behandelnden Arzt darüber zu sprechen.
  • Wägen Sie alle Argumente sorgfältig ab, bevor Sie sich für einen Test zur Krebsfrüherkennung entscheiden.
Früherkennung von Krebs.

Krebsfrüherkennung im Überblick

Ärzte und Gesundheitsexperten gehen davon aus, dass sich rund die Hälfte aller Krebserkrankungen vermeiden ließe, wenn die Menschen einen gesünderen Ernährungs- und Lebensstil pflegen würden.

Im Zusammenhang mit bösartigen Tumoren sind Vorsorge und Früherkennung zentrale Stichworte. Je früher eine Krebserkrankung erkannt wird, desto eher kann mit der richtigen Therapie begonnen werden und umso höher sind auch die Aussichten auf Heilung.

Der Begriff „Krebsvorsorge“ ist den meisten Menschen bekannt. Im Grunde geht es hier um Früherkennungsmaßnahmen diverser Krebskrankheiten oder ihrer Vorstufen.

In Deutschland gehören zum gesetzlichen Früherkennungsprogramm Tests auf:

  • Prostatakrebs
  • Darmkrebs
  • Hautkrebs
  • Gebärmutterhalskrebs sowie
  • Brustkrebs.

Seit dem Anfang der 1970er Jahre hat jede Patientin und jeder Patient einen gesetzlichen Anspruch auf Krebsfrüherkennungsmaßnahmen. Dieser Anspruch wurde im Jahr 2013 durch das Register- und Krebsfrüherkennungsgesetz neu gefasst.

Nähere Details zur Durchführung regelt die „Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses der Krankenkassen und Ärzte“: Hier ist exakt definiert, welche Untersuchungen durch welchen Arzt, in welchen Zeitabständen und in welchem Lebensalter vorgesehen sind.

Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung von Männern im Überblick

Die jährliche Genitaluntersuchung zur Früherkennung von Prostatakrebs ist für Männer ab dem 45. Lebensjahr vorgesehen.

Die Untersuchung beinhaltet:

  • Anamnese mit gezielten Fragen nach vorhandenen Beschwerden und Veränderungen.
  • Inspektion des äußeren Genitals.
  • Abtasten des äußeren Genitals.
  • Tastuntersuchung der Prostata (vom Rektum aus.)
  • Tastuntersuchung der lokalen Lymphknoten.
  • Befundmitteilung und anschließende medizinische Beratung.

Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung von Frauen im Überblick

Die jährliche Genitaluntersuchung zur frühzeitigen Erkennung eines Gebärmutterhalskrebses ist für Frauen ab dem 20. Lebensjahr vorgesehen.

Die Untersuchung beinhaltet:

  • Anamnese mit gezielten Fragen nach den gegebenen Beschwerden oder Veränderungen.
  • Inspektion des Muttermundes.
  • “Pap-Abstrich“: Abstrich und zytologische Untersuchung.
  • Befundmitteilung an die Patientin und anschließende Beratung.

Die Brustuntersuchung zur frühzeitigen Erkennung von Brustkrebs ist für Frauen ab dem 30. Lebensjahr vorgesehen einmal pro Jahr vorgesehen.

Die Untersuchung umfasst:

  • Anamnesegespräch mit konkreten Fragen nach gegebenen Veränderungen der weiblichen Brust.
  • Abtasten der Brüste und der Lymphknoten.
  • Ärztliche Anleitung zur Selbstuntersuchung der Brust.

Ab dem 50. Lebensjahr erfolgt zusätzlich zur Tastuntersuchung, im Rahmen des Mammografie-Screenings, eine Röntgen-Untersuchung beider Brüste. Diese wird bis zum Ende des 70. Lebensjahres in einem zeitlichen Abstand von zwei Jahren durchgeführt.

Das Mammografie-Screening umfasst:

  • Schriftliche Einladung der Patientin in eine zertifizierte Screening-Untersuchungseinrichtung.
  • Mit der Einladung werden auch wichtige Informationen zum Screening übermittelt.
  • Schriftliche Anamnese.
  • Mammografie: Röntgen beider Brüste.
  • Doppelbefundung der Röntgenaufnahmen (zwei unabhängige Ärzte).
  • Befundmitteilung an die Patienten innerhalb einer Woche.

Entsteht ein Befund mit einem entsprechenden Verdacht, wird die Patientin zur weiteren diagnostischen Abklärung erneut eingeladen. Hierum kümmert sich die Screening-Untersuchungseinrichtung.

Krebsfrüherkennungsmaßnahmen für beide Geschlechter

Zur frühzeitigen Erkennung von Hautkrebs ist alle zwei Jahre für männliche und weibliche Personen ab dem 35. Lebensjahr ein Hautkrebs-Screening vorgesehen.

Grundsätzlich wird zwischen folgenden Hautkrebsformen unterschieden:

  • Malignes Melanom (schwarzer Hautkrebs)
  • Basalzellkarzinoms (weißer Hautkrebs) und
  • Spinozelluläres Karzinom (weißer Hautkrebs).

Die Screening-Untersuchung umfasst:

  • Anamnesegespräch mit Fragen nach den vorhandenen Beschwerden oder Veränderungen.
  • Visuelle Inspektion des gesamten Körpers und der Haut, einschließlich der behaarten Körperhautfalten und des Kopfes.
  • Befundmitteilung.

Im Rahmen der Darmkrebs-Früherkennung umfasst die Untersuchung folgende Maßnahmen:

  • Untersuchung auf verborgenes Blut im Stuhl
  • Darmspiegelung
  • Vom 50. bis zum 54. Lebensjahr: eine jährliche Untersuchung auf verborgene Blutspuren im Stuhl.
  • Ab dem 55. Lebensjahr: erste Koloskopie (Darmspiegelung). Zehn Jahre nach der ersten Darmspiegelung kann eine zweite Koloskopie-Untersuchung in Anspruch genommen werden.
  • Wer keine Koloskopie-Untersuchung durchführen möchte, hat die Möglichkeit einen erneuten Stuhl-Blut-Test in Anspruch zu nehmen.

Zusammenfassung

Empfohlene Krebsvorsorgeuntersuchungen für Männer

  • Männer ab dem 35. Lebensjahr: alle zwei Jahre eine Gesamtinspektion der Haut.
  • Männer ab dem 45. Lebensjahr: eine jährliche Genital- und Prostatauntersuchung mit Anamnesegespräch und Tastuntersuchung der Lymphknoten sowie der Prostata.
  • Männer vom 50. Lebensjahr bis zum 54. Lebensjahr: eine jährliche Rektum- und Dickdarmuntersuchung, inklusive Hämmokkult-Test auf Blut im Stuhl.
  • Männer ab dem 55. Lebensjahr: zweimal in einem zeitlichen Abstand von zehn Jahren eine Koloskopie-Untersuchung (Darmspiegelung) oder alternativ weiterhin alle zwei Jahre einen Hämmokkult-Test.

Empfohlene Krebsvorsorgeuntersuchungen für Frauen

  • Frauen ab dem 20. Lebensjahr: einmal pro Jahre eine Genitaluntersuchung mit Anamnesegespräch zu Menstruationsstörungen, Abstrich, Ausfluss und zytologische Untersuchung.
  • Frauen ab dem 30. Lebensalter: einmal pro Jahr eine Brustuntersuchung mit Anamnesegespräch zu eventuellen Beschwerden oder Brustgewebeveränderungen. Die Brust und die Lymphknoten werden im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung abgetastet.
  • Frauen ab dem 35. Lebensalter: alle zwei Jahre eine Inspektion der Haut.
  • Frauen ab dem 50. Lebensjahr bis zum 54. Lebensjahr: einmal pro Jahr eine Dickdarm- und Rektum-Untersuchung mit Hämmokkult-Test auf Blutspuren im Stuhl.
  • Frauen ab dem 50. Lebensjahr bis zum 69. Lebensjahr: alle zwei Jahre ein Mammografie-Screening (Röntgenuntersuchung der Brust).
  • Frauen ab dem 55. Lebensjahr: zweimal in einem Zeitabstand von zehn Jahren eine Koloskopie oder wahlweise weiterhin alle zwei Jahr einen Hämmokkult-Test.

Erweiterte Vorsorgeuntersuchungen

Unter dem Begriff „Krebsvorsorge Plus“ werden weitere gesetzliche Krebsfrüherkennungsprogramme angeboten. Abhängig von der jeweiligen medizinischen Einrichtung oder Arztpraxis handelt es sich hierbei um individuelle Leistungspakete. In den meisten Fällen beinhalten diese Früherkennungsprogramme von den Krankenkassen getragene und empfohlene Untersuchungen.

Auch weitere ergänzende Untersuchungen oder alternative Verfahren sind hier enthalten: Diese kann der behandelnde Arzt als sogenannte „individuelle Gesundheitsleistung“ (iGeL) direkt mit dem Patienten der der Patientin abrechnen.

Ob die zusätzlichen Krebsfrüherkennungsprogramme notwendig sind, sollte im Vorfeld von Einzelfall zu Einzelfall mit dem Arzt eingehend besprochen werden.

Erweiterte Krebsvorsorgeprogramme für Männer und Frauen

Für die Früherkennung bösartiger Tumoren in Bauchraum umfasst die „Krebsvorsorge plus“ eine Sonografie (Ultraschalluntersuchung) des Abdomens (meistens der Nieren, der Blase sowie der Leber).

Zur Früherkennung von Hautkrebs wird die gesamte Hautoberfläche mit einer speziellen Lupe, dem sogenannten Dermatoskop untersucht.

Eine Laboruntersuchung auf Blutspuren im Urin soll Aufschluss über einen möglichen Nieren- oder Blasenkarzinom liefern. Des Weiteren wird häufig im Rahmen der erweiterten Krebsvorsorge eine allgemeine Blutuntersuchung angeboten:

Hierbei werden die Nieren- und Leberwerte sowie die Blutfettwerte bestimmt. Ebenso wird das Blut auf bestimmte Tumormarker untersucht. Ein Blasentumorsuchtest (NMP 22) soll beispielsweise effektiv dabei unterstützen, frühzeitig ein Harnblasenkarzinom zu erkennen.

Die erweiterte Krebsvorsorge für Frauen

Zu diesem erweiterten Angebot zählen diverse Sonografie-Untersuchungen bei Frauen wie beispielsweise der transvaginale Ultraschall. Durch diese vaginale Sonografie soll ein Korpuskarzinom (Gebärmutterhalskrebs) oder ein Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) frühzeitig erkannt werden.

Auch eine sogenannte Mamma-Sonografie, das heißt, eine Ultraschalluntersuchung der Brust, gehört zum erweiterten Angebot der Krebsvorsorge.

Des Weiteren kann ein Labortest auf Chlamydien zur Sicherstellung der Fruchtbarkeit sowie zum Schutz von Fehl- oder Frühgeburten durchgeführt werden. Auch ein Test auf humane Papillomviren, sogenannter HPV-Test, wird angeboten. Fällt dieser Test positiv aus, besteht unter Umständen ein erhöhtes Risiko für einen Gebärmutterhalskrebs.

Die erweiterte Krebsvorsorge für Männer

Das erweiterte Früherkennungsangebot umfasst bei Männern häufig eine transrektale Sonografie-Untersuchung (TRUS) der Prostata sowie eine Untersuchung des Blutes mittels eines sogenannten PSA-Tests. Dieser Test soll Hinweise auf ein mögliches Prostatakarzinom liefern. Im Rahmen der Früherkennung von Hodenkrebs kann auch eine Ultraschalluntersuchung der Hoden zusätzliche Sicherheit liefern.

Krebserkrankungen, Früherkennung und Vorsorgemaßnahmen für Männer

 

Im Folgenden werden die häufigsten Krebserkrankungen bei Männern, ihre Symptome sowie die Maßnahmen zur Früherkennung näher vorgestellt.

Prostata-Karzinom

Früherkennung bedeutet, dass männliche Personen ärztlich untersucht werden, obwohl sie keine Krankheitssymptome aufweisen. Die medizinische Untersuchung verfolgt das Ziel, maligne Tumoren im Frühstadium aufzudecken. Ist der Tumor noch lokal auf die Prostata beschränkt, sind die Behandlungsmöglichkeiten deutlich besser.

Informationen zur Erkrankung

Ein Prostatakarzinom gehört zu den am häufigsten auftretenden Krebserkrankungen bei Männern. Jährlich erhalten mehr als 60.000 männliche Personen in Deutschland diese Diagnose.

Im Allgemeinen wächst der Tumor bei dieser Erkrankung recht langsam und führt bei den meisten betroffenen Patienten auch nicht zum Tod. Hat der Tumor jedoch gestreut, ist er nicht mehr heilbar. Rund 11.000 Männer sterben somit jedes Jahr an Prostatakrebs.

Mit fortschreitendem Alter erhöht sich auch das Risiko für diese Erkrankung. Männer unter 40. Jahren sind so gut wie nie von einem Prostatakrebs betroffen. Das Erkrankungsalter liegt im Durchschnitt bei 69 Jahren. Liegt eine familiäre Vorbelastung vor, steigt das Erkrankungsrisiko noch einmal mehr an.

Vorsorge und Früherkennung

Früherkennungsmaßnahmen werden häufig unter dem Überbegriff „Krebsvorsorge“ zusammengefasst. Dies ist jedoch irreführend, denn durch Krebsfrüherkennungsuntersuchungen lässt sich eine Erkrankung nicht verhindern, sondern lediglich früher erkennen.

Viele Krankheiten, nicht nur Krebserkrankungen, lassen sich oft durch einen gesunden Lebensstil, eine abwechslungsreiche Ernährungsweise und viel Bewegung vorbeugen. Das ist ein zentraler Bestandteil der Vorsorge und Prävention.

Zur Früherkennung eines Prostatakarzinoms kommen insbesondere zwei Untersuchungsmethoden zur Anwendung:

  1. Rektale Tastuntersuchung (Diese ist ein fester Bestandteil der gesetzlichen Krankenkassenleistung) sowie:
  2. Bluttest (PSA-Test – dieser ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung).

 DRU – digital-rektale Untersuchung:

Ab dem 45. Lebensjahr können männliche Personen einmal pro Jahr die Leistungen des gesetzlichen Krebsfrüherkennungsprogramms in Anspruch nehmen. Liegt eine familiäre Vorbelastung vor, ist eine Teilnahme bereits ab dem 40. Lebensjahr möglich. Diese Untersuchung ist mit keinen zusätzlichen Kosten für den Patienten verbunden.

Im Rahmen der Untersuchung wird über den After die Form sowie die Konsistenz der Prostata auf mögliche Veränderungen abgetastet. Verhärtungen auf der Oberfläche oder eine unregelmäßige Knotenbildung können auf eine Krebserkrankung hindeuten.

Die digital-rektale Untersuchung ist völlig unkompliziert und kann von jedem Urologen oder Hausarzt innerhalb weniger Minuten durchgeführt werden.

Zu beachten ist bei dieser Untersuchungsmethode jedoch, dass nur ein kleiner Teil der möglicherweise vorhandenen Tumoren erfasst werden kann. Einige Tumoren sind nicht tastbar, weil sie an einer anderen, unter Umständen nicht tastbaren Stelle der Prostata sitzen oder weil sie zu klein sind.

Der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs:

Dieser Test ist ab dem 45. Lebensalter zu empfehlen. Wie häufig der PSA-Test wiederholt werden sollte, hängt vom jeweiligen Testergebnis ab. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für den Test nicht. Er muss also vom Patienten privat bezahlt werden.

PSA ist das prostataspezifische Antigen, ein Protein, das nur in der Vorsteherdrüse gebildet wird. Ein erhöhter Wert deutet auf Veränderungen der Prostata hin. Eine Ursache hierfür kann eine Krebserkrankung, aber auch eine vergrößerte Prostata oder eine Entzündung sein. Für die Bestimmung des PSA-Wertes wird dem Patienten Blut abgenommen. Wenige Tage später liegt das Testergebnis vor.

Früherkennung eines Prostatakarzinoms – die Vorteile:

  • Tumoren können frühzeitig erkannt werden. Damit steigen auch die Heilungschancen.
  • Tumoren können in einem solch frühen Stadium erkannt werden, dass sie möglicherweise sogar mittels eines schonenden Operationsverfahrens entfernt werden können.
  • Unter Umständen muss der früh erkannte Tumor gar nicht behandelt, sondern nur aktiv überwacht werden.

Mögliche Nachteile der Prostatakrebs-Früherkennung:

  • Im Rahmen der Früherkennung können Tumoren erkannt werden, die aktuell keiner weiteren Behandlung bedürfen. Die Krebsdiagnose sowie die Folgen einer möglicherweise später notwendigen Behandlung können für die Betroffenen jedoch zu einer echten Belastung werden.
  • Unter Umständen kann der erkannte Tumor nicht mehr heilbar sein. Dadurch werden die Betroffenen mit dem Wissen einer unabwendbaren tödlichen Krankheit belastet.
  • Das Testergebnis kann auf einen Tumor hindeuten, obwohl faktisch gar keiner vorliegt.
  • Das Testverfahren kann einen möglichen malignen Tumor übersehen.

Die Krankheitssymptome

Es existieren keine charakteristischen Symptome die auf einen bösartigen Prostatakrebs hinweisen. Die Betroffenen bemerken zunächst nichts von der Erkrankung. Die Beschwerden machen sich häufig erst dann bemerkbar, wenn das Krebszellenwachstum so fortgeschritten ist, dass sich der Tumor auf die Harnröhre ausdehnt und Metastasen (Tochtergeschwulste) außerhalb der Prostata – insbesondere in den Knochen – bildet.

Folgende Symptome können sich bemerkbar machen:

  • Vermehrter Harndrang, vor allem in den Nachtstunden
  • Probleme beim Urinieren
  • Harnverhaltung (Unfähigkeit Urin abzugeben)
  • Unterbrochener oder schwacher Harnfluss
  • Schmerzhafte Ejakulationen
  • Blutspuren in der Samenflüssigkeit oder im Urin
  • Schmerzen in der Prostata
  • Intensive Schmerzen im Bereich des unteren Rückens, im Becken, der Hüfte sowie den Oberschenkeln (Ischias-Schmerzen)
  • Verminderter Samenerguss
  • Impotenz.

In den meisten Fällen verbirgt sich hinter diesen Symptomen eine gutartige Vergrößerung der Prostata. Dennoch sollte bereits bei den ersten Anzeichen ein Arzt konsultiert werden, um die Beschwerden näher abzuklären und deren Verlauf zu beobachten.

Das können Sie selbst tun:

Eine gesunde Lebens- und Ernährungsweise kann ein wirksamer Schutz gegen viele Krankheiten – auch vor Krebserkrankungen – sein:

  • Achten Sie auf ein gesundes Körpergewicht. Vermeiden Sie den häufigen Verzehr gebratener und frittierter Gerichte sowie zuckerreiche Getränke. Essen Sie hingegen täglich frisches Gemüse und Obst.
  • Seien Sie aktiv und bewegen Sie sich. Bereits ein moderates Bewegungspensum von 45 bis 60 Minuten, rund vier bis fünf Mal wöchentlich, reichen aus, um Erkrankungen vorzubeugen. In diesem Zusammenhang spielt es keine Rolle, ob Sie lieber schwimmen, tanzen oder wandern möchten. Wichtig ist, das zu tun, was einem selbst Freude bereitet. Werden Sie auch in Ihrem Alltag aktiver: Nehmen Sie lieber die Treppe, statt den Aufzug oder fahren Sie mit dem Fahrrad zum Einkaufen.
  • Verzichten Sie auf Zigaretten. Nikotin ist ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung zahlreicher Erkrankungen wie Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, jedoch auch vieler Krebsarten.
  • Genießen Sie Alkohol nur in Maßen.
  • Supplemente wie Vitamin D, Vitamin E und Selen bieten keinen Schutz vor Prostatakrebs.

PREFERE-Studie – die Prostatakrebs-Studie

Diese randomisierte Studie wurde von Strahlentherapeuten und Urologen gemeinsam mit Pathologen, Biometrikern und Lebensqualitätsforschern geplant und aufgebaut. Untersucht werden sollte insbesondere die Wertigkeit der empfohlenen Therapiemethoden beim Prostatakrebs mit niedrigem Risiko. Das Ziel der Studie war also, die gängigen Behandlungsoptionen bei Frühformen eines Prostatakarzinoms zu bewerten.

Es sollte eine „Meilenstein-Studie“ werden, die letzten Endes leider in einem Desaster geendet hat: Aufgrund einer viel zu geringen Teilnehmerzahl, haben sich die Stiftung Deutsche Krebshilfe sowie die privaten und gesetzlichen Krankenversicherer dazu entschlossen, die Förderung der Studie einzustellen.

Bis zum Jahr 2017 sollten insgesamt 7600 Teilnehmer gesammelt werden. Diese Zielvorgabe konnte bedauerlicherweise bei Weitem nicht erreicht werden, denn nach dreieinhalb Jahren waren es lediglich 343 Teilnehmer.

Lungenkrebs– die zweithäufigste Krebsart bei Männern

In Deutschland gehört der Lungenkrebs zu den am häufigsten auftretenden Tumorerkrankungen. Ungefähr 34.690 Männer erkranken jedes Jahr daran. Rauchen gilt als bedeutendste Ursache für diese Krebsform.

Informationen zur Erkrankung

  • Ein Lungenkarzinom ist bei Männern die zweithäufigste, bei Frauen die dritthäufigste Krebsform.
  • Hauptrisikofaktor ist ein Nikotin- und Tabakkonsum.
  • Die Symptome der Erkrankung sind eher unspezifisch und machen sich häufig erst im fortgeschrittenen Krankheitsverlauf bemerkbar.
  • Es gibt vier Lungenkrebs-Stadien.
  • Die Therapieoptionen umfassen Chemotherapie, Bestrahlung und Operation.

Der Lungenkrebs geht in den meisten Fällen aus den Zellen der Bronchien (untere Atemwege) hervor. Aus diesem Grund wird er häufig auch als Bronchial-Karzinom bezeichnet. Beim Lungenkrebs unterscheiden Ärzte zwischen der kleinzelligen und der nicht kleinzelligen Krankheitsform:

Kleinzellige Karzinome wachsen sehr schnell und bilden auch innerhalb kürzester Zeit Metastasen (Tochtergeschwulste) in benachbarten Körperorganen. Bei rund zwanzig Prozent aller Lungenkarzinome handelt es sich um die kleinzellige Erkrankungsform. Wesentlich häufiger tritt also die nicht-kleinzellige Form auf: Hiervon sind rund acht von zehn Patienten betroffen.

Risikofaktoren und Ursachen für die Entstehung von Lungenkrebs

  • Der hauptsächliche Risikofaktor für die Krebsentstehung ist das Rauchen. Ungefähr neun von zehn Lungenkarzinome lassen sich auf das Rauchen zurückführen. Auch Passivraucher haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.
  • Umweltfaktoren wie beispielsweise Feinstaub. Auch die Luftverschmutzung durch Abgase von Dieselfahrzeugen ist ein wichtiger Risikofaktor.
  • Gefährliche Schadstoffe und Substanzen am Arbeitsplatz. Besonders gefährdet sind Arbeiter im Bergbau, im Bau sowie in der Metallverarbeitung. Bereits kleinste Asbestpartikelkönnen zu einer Vernarbung des Lungengewebes und zu Entzündungsprozessen führen. Langfristig kanns ich aus diesen Schadstoffbelastungen ein Lungenkarzinom entwickeln.
  • Genetische Einflüsse wie familiäre Vorbelastungen.

Symptome der Erkrankung

Im frühen Krankheitsstadium verursacht ein Lungenkrebs kaum Beschwerden. Erste Anzeichen machen sich erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkbar. Häufig können kleinere Tumore nur zufällig entdeckt werden, beispielsweise wenn die Lunge aus einem anderen Grund geröntgt wird.

Des Weiteren sind die auftretenden Krankheitssymptome nicht immer mit Sicherheit einem Lungenkarzinom zuzuordnen, sondern können auch auf andere Krankheiten hindeuten.

Aus diesem Grund sollte bei den folgenden Symptomen immer ein Arzt aufgesucht werden, um die genaue Ursache der Beschwerden näher abzuklären:

  • Langanhaltender Husten (länger als drei Wochen)
  • Länger andauernder Auswurf mit und auch ohne Blutbeimengung.
  • Unklare fieberhafte Erkrankungen
  • Brustschmerzen
  • Atemnot
  • Schluckbeschwerden und Heiserkeit
  • Gewichtsverlust
  • Leistungsminderung, Erschöpfung und Abgeschlagenheit
  • Knochenschmerzen
  • Geschwollene Lymphknoten, insbesondere oberhalb des Schlüsselbeins.

Bislang ist keine Früherkennung bei Lungenkrebs möglich

Wegen dem späten Auftreten der Krankheitssymptome sowie der diagnostischen Vieldeutigkeit suchen Ärzte schon seit vielen Jahren nach einer zuverlässigen Früherkennungsmethode für Lungenkarzinome.

Wäre es möglich, diesen Krebsform früher zu entdecken, wären auch die Behandlungsmöglichkeiten sowie die Heilungsaussichten deutlich besser.

Darmkrebs – die dritthäufigste Krebserkrankung bei Männern

Rund 33.100 männliche Patienten erkranken jedes Jahr an Darmkrebs. Mit fortschreitendem Lebensalter nimmt das Erkrankungsrisiko immer mehr zu.

Informationen zur Erkrankung

Hierbei handelt es sich um eine bösartige Veränderung der Darmschleimhaut. Diese tritt vorwiegend im Rektum (Enddarm) sowie im Kolon (Dickdarm) auf.

Maßnahmen zur Früherkennung von Darmkrebs

Das Ziel ist es, bösartige Tumoren möglichst frühzeitig zu erkennen und dadurch leichter und besser behandeln zu können. Zu den Früherkennungsmaßnahmen gehört vor allem die Koloskopie, die Darmspiegelung: Durch sie können Darmkrebs-Vorstufen bereits während der Untersuchung entfernt werden. Somit wird auch das Darmkrebs-Entstehungsrisiko deutlich reduziert.

Gesamtüberblick – die häufigsten Krebserkrankungen bei Männern

  • Prostatakrebs
  • Lungenkrebs
  • Darmkrebs
  • Nierenkrebs
  • Harnblasenkrebs
  • Magenkrebs
  • Mundhöhlen- und Rachenkrebs
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs
  • Hautkrebs
  • Leukämie
  • Speiseröhrenkrebs
  • Hodenkrebs
  • Kehlkopfkrebs
  • Schilddrüsenkrebs.

Krebserkrankungen, Früherkennung und Vorsorgemaßnahmen für Frauen

 

Prävention ist im Zusammenhang mit Krebserkrankungen ein zentrales Stichwort und vorbeugen lässt sich am besten durch einen aktiven und gesunden Lebensstil. Dadurch lassen sich einige Risikofaktoren, die für die Entstehung von Krebserkrankungen verantwortlich sind, positiv beeinflussen und gar vermeiden.

Ihre Gynäkologin beziehungsweise Ihr Gynäkologe kann nämlich lediglich dafür sorgen, dass eine mögliche Krebserkrankung so früh wie möglich aufgedeckt wird. Damit steigen auch die Heilungsaussichten.

Die Ziele der Krebsfrüherkennung:

  • Maligne Tumoren rechtzeitig erkennen und erfolgreich behandeln
  • Die bestmögliche Lebensqualität für die Patienten sichern und erhalten
  • Die Sterblichkeitsrate durch Krebserkrankungen deutlich senken.

In diesem Zusammenhang darf nicht außer Acht gelassen werden, dass keine Krebsfrüherkennungsmethode perfekt und fehlerfrei ist. Im Einzelfall sind daher immer die Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen.

Brustkrebs

Im medizinischen Fachjargon wird diese Krebsform auch als „Mammakarzinom“ bezeichnet. Sie ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Ungefähr jede neunte Frau ist von Brustkrebs betroffen. Für die Entstehung dieser Krebsart gibt es viele verschiedene Ursachen und Risikofaktoren. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, die Erkrankung früh zu entdecken, adäquat zu behandeln und somit nachhaltig den Tumor zu bekämpfen.

Die Früherkennung bei Brustkrebs

Grundsätzlich kann jede Frau an Brustkrebs erkranken. Frauen können jedoch wesentlich selbst dazu beitragen, das Brustkrebsrisiko möglichst gering zu halten und im Falle einer Erkrankung, den Tumor auch frühzeitig zu entdecken. Bereits seit einigen Jahren sinkt die Zahl der tödlich endenden Brustkrebserkrankungen stetig.

Eine Ursache für diese Entwicklung liegt in besseren Früherkennungsmaßnahmen: Diese können Krebs zwar nicht verhindern, bösartige Tumoren jedoch in einem sehr frühen Anfangsstadium erkennen. Je frühzeitiger mit der Therapie begonnen wird, desto größer sind auch die Aussichten, den Krebs heilen zu können.

Die Überlebensrate für Brustkrebspatientinnen liegt heutzutage laut aktuellen Statistiken bei über 80 Prozent.

  • Frauen ab dem 20. Lebensjahr: Ärzte empfehlen hier einmal pro Monat die Brust selbst abzutasten. Eine exakte Anleitung hierfür finden Sie weiter unten. Je früher junge Frauen hierfür eine Routine entwickeln, desto feiner wird ihr Gespür für bösartige Veränderungen des Brustgewebes.
  • Frauen zwischen dem 30. und dem 49. Lebensjahr sowie ab dem 70. Lebensjahr: Einmal im Jahr werden die Brustdrüsen sowie die Lymphknoten am Schlüsselbein, am Brustbein und in den Achselhöhlen abgetastet. Ebenso werden die Größe und Form der Brust und der Brustwarzen kontrolliert. Im Rahmen der Untersuchung wird die Brustwarze auch vorsichtig zusammengedrückt, um zu überprüfen, ob möglicherweise Flüssigkeit austritt.
  • Frauen zwischen dem 50. und dem 69. Lebensjahr: Diese Altersgruppe wird zusätzlich zur ärztlichen Tastuntersuchung alle zwei Jahre schriftlich zum Mammografie-Screening eingeladen.

Bei einer erblichen Vorbelastung sind die Früherkennungsmaßnahmen etwas anders gestaltet: Bei Frauen, in deren Familie Brustkrebserkrankungen im jungen Alter gehäuft aufgetreten sind, wird bereits am dem 25. Lebensjahr alle sechs Monate eine Ultraschall- und Tastuntersuchung durchgeführt. Diesen Risikopatientinnen wird zudem einmal jährlich eine Kernspintomografie empfohlen. Ab dem 40. Lebensjahr sollten diese Frauen ein- bis zwei Mal pro Jahr zur Mammografie gehen.

Kurzüberblick – Methoden zur Brustkrebs-Früherkennung

  1. Tastuntersuchung durch den Arzt / die Ärztin.
  2. Sonografie (Ultraschalluntersuchung).
  3. Mammografie.
  4. Magnetresonanztherapie.

Bei der regelmäßigen ärztlichen Tastuntersuchung sowie beim Selbstabtasten der Brust werden die meisten bösartigen Tumoren entdeckt. Mithilfe der Mammografie-Untersuchung können auch kleinere Tumore aufgespürt werden.

Des Weiteren stehen für die Diagnose von Brustkrebs noch weitere Methoden und Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Sonografie
  • MRT
  • Biopsie (diese kommt eher selten zur Anwendung).

Hat sich der Verdacht auf eine bösartige Brustkrebserkrankung bestätigt, muss in einem nächsten Schritt sorgfältig ermittelt werden, ob sich bereits Metastasen in anderen Körperbereichen und Organen gebildet haben.

Wann wird die Ultraschall-Untersuchung empfohlen?

Bei Auffälligkeiten wird Frauen, die das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, eine Sonografie empfohlen. Die Ultraschall-Untersuchung wird als Diagnostikmaßnahme nach der ärztlichen Tastuntersuchung angewendet: Hierdurch lassen sich die Ursachen für Brustschmerzen oder sonstige Beschwerden exakt abklären. Falls es erforderlich sein sollte, kann anschließend noch eine Mammografie durchgeführt werden.

Frauen ab dem 40. Lebensjahr sollten ergänzend die Ultraschall-Untersuchung in Anspruch nehmen. Zuerst wird bei diesen Frauen eine Mammografie durchgeführt. Die Sonografie ist als eine zusätzliche Ergänzung gedacht, wenn die Frauen beispielsweise über ein dichtes Brustgewebe verfügen.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Sonografie nur, wenn eine Auffälligkeit vorliegt und der Ultraschall aus ärztlicher Sicht notwendig ist.

Wenn es gelingt, den Brustkrebs rechtzeitig zu erkennen, sind die Behandlungsmöglichkeiten und Heilungsaussichten sehr gut. Tumoren, die über die Tastuntersuchung aufgespürt werden können, sind zwar häufig schon ungefähr zwei bis drei Zentimeter groß – dennoch liegen die Heilungschancen hierfür noch bei rund 65 Prozent.

Bei kleineren, malignen Tumoren, die über die Sonografie oder die Mammografie entdeckt werden, liegen die Heilungsaussichten häufig bei über 90 Prozent.

Wann wird eine MRT-Untersuchung empfohlen?

Die Magnetresonanztherapie – auch Kernspintomografie genannt – ist eine Untersuchungsmethode, bei der die weibliche Brust von Magnetfeldern schichtenweise im bioutks/amazon-bathmatepenispumpegoliath-pbenden Verfahren dargestellt wird.

Die MRT-Untersuchung ist als zusätzliche Ergänzung angedacht. Frauen, mit einer erblichen Vorbelastung wird die MRT-Untersuchungsmethode in spezialisierten Kliniken und Zentren angeboten. Sie wird häufig auch angewendet, um die weitere Behandlung zu planen, wenn beispielsweise bei einer Gewebeprobe Brustkrebsvorstufen diagnostiziert werden konnten.

Grundsätzlich wird ein MRT nicht im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung durchgeführt, außer bei Frauen mit einer familiären Vorbelastung. Ebenso ist die MRT-Untersuchung nicht als Ersatz für die Mammografie geeignet.

Vor der Inanspruchnahme dieser Untersuchung sollten Sie sich bei Ihrer Krankenkasse darüber informieren, ob die Kosten hierfür übernommen werden oder nicht.

Die Symptome der Brustkrebserkrankung

Wenn Sie eine der folgenden Veränderungen an Ihrer Brust feststellen können, sollten Sie die Ursache dafür so rasch wie möglich von einem Arzt abklären lassen:

  • Verhärtungen oder Knotenbildung an den Brüsten
  • (Schmerzlose) Knoten oder Verhärtungen in den Achselhöhlen
  • Veränderungen der Form, Farbe oder Größe Ihrer Brüste
  • Veränderungen der Hautoberfläche der Brüste wie beispielsweise Wölbungen oder Rötungen
  • Einziehungen der Brustwarze
  • Absonderung von Flüssigkeit aus der Brustwarze (unter Umständen sogar mit Blutbeimengungen)
  • Schmerzende oder spannende Brüste, die sich jedoch anders anfühlen als während der monatlichen Regelblutung
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust.

Die unterschiedlichen Behandlungsmöglichkeiten

Eine sorgfältige und frühzeitige Diagnose ermöglicht eine maßgeschneiderte Brustkrebsbehandlung. Abhängig vom Grad der Erkrankung kann der Arzt ein individuelles Therapiekonzept zusammenstellen.

Der erste Therapieschritt ist in der Regel die operative Entfernung des bösartigen Tumors. Daran können sich weiterführende Behandlungen anschließen:

Strahlentherapie:

  • Die Strahlentherapie: Das Ziel dieser Therapie ist, möglicherweise im operierten Brust- oder Lymphknotenbereich verbliebene maligne Tumorzellen und kleinste Tochtergeschwulste zu zerstören. Dank neuester Medizintechnik und modernen Bestrahlungsgeräten kann die Strahlentherapie wirksam, aber dennoch schonend eingesetzt werden.

Chemotherapie:

  • Die Chemotherapie: Hier werden bestimmte Medikamente, sogenannte Zytostatika verabreicht, die verbliebene Krebszellen angreifen und somit beseitigen sollen. Konkret handelt es sich bei diesen Zytostatika um Zellgifte, die das Wachstum der Krebszellen stoppen und dadurch eine Weitervermehrung verhindern.

Hormontherapie:

  • Die Hormontherapie: Vor allem bei hormonempfindlichen Tumoren wird aufgrund der besseren Verträglichkeit eine Hormontherapie bevorzugt. Spricht der Tumor früher oder später nicht mehr auf diese Therapie an, wird von einer Hormonresistenz gesprochen. In diesem Fall muss eine Chemotherapie zum Einsatz kommen.

Antikörpertherapie:

  • Die Antikörpertherapie: Diese Form der Behandlung gehört bei Brustkrebs zu den zielgerichteten Therapiemaßnahmen. Die Antikörpertherapie erkennt die Oberflächenstrukturen bösartiger Tumorzellen und bindet diese. Auf diese Weise wird das Wachstum der malignen Krebszellen gestoppt. Die Tumorzellen werden also gezielt von den Antikörpern angegriffen. Im Gegensatz zu Zytostatika richten sich die Antikörper nur gegen die Krebszellen und verschonen weitestgehend gesunde Körperzellen.

Taktilografie – Brustkrebsfrüherkennung für alle Altersgruppen durch sehbehinderte Frauen

„Discovering hands“ bildet sehbehinderte und blinde Frauen zu medizinisch-taktilen Untersucherinnen (MTU´s) aus. Sie werden im Rahmen der Brustkrebsfrüherkennung eingesetzt, denn durch ihre besonderen Tastfähigkeiten und ihren außergewöhnlich feinen Tastsinn, kann die Untersuchung nachhaltig verbessert werden.

Aus wissenschaftlichem Gesichtspunkt hat die Taktilografie bereits nachweisebare Erfolge gezeigt: Die ausgebildeten MTU´s konnten rund 30 Prozent mehr maligne Gewebeveränderungen ertasten als Ärzte.

Die taktile Untersuchung des Brustgewebes dauert zwischen 30 und 60 Minuten. Mithilfe spezieller und patentierter Klebestreifen, die an der Brust befestigt werden, orientieren sich die Untersucherinnen. Nach einem standardisierten Verfahren wird die Brust bis in alle Gewebetiefen hinein systematisch abgetastet.

Selbstverständlich findet die taktile Brustuntersuchung unter ärztlicher Verantwortung statt. Das bedeutet, dass das Untersuchungsergebnis anschließend mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin besprochen wird.

Nach den aktuellen Gebührenverordnungen kostet diese Untersuchungsmethode rund 46 Euro. Einige private und gesetzliche Krankenkassen übernehmen die Kosten dafür. Fragen Sie im Vorfeld bitte bei Ihrem Versicherer nach.

Hyperthermie – was ist das?

Unter Hyperthermie wird die Überwärmung des gesamten Körpers oder einzelner Körperbereiche verstanden. In der Krebstherapie wird die Körpertemperatur künstlich auf rund 40 bis 44 Grad Celsius erhöht: Dies kann durch elektromagnetische Wellen wie Mikro- oder Radiowellen, durch Ultraschall aber auch durch die Infusion einer erwärmten Flüssigkeit erzielt werden.

Primär geht es bei der Hyperthermie nicht darum, dass Krebszellen abgetötet werden sollen. Die Temperaturen, die hierfür nötig wären, würden auch gesundes Körpergewebe massiv schädigen und eine Gefahr für den Patienten bedeuteten. Vielmehr geht es bei dieser Behandlungsmethode darum, Tumorzellen gegenüber einer Chemo- oder Strahlentherapie sowie für natürlich Abbauprozesse sensibler werden zu lassen.

Diverse Forschungsstudien beschäftigen sich aktuell mit der Frage, welche Tumoren in welchem Krankheitsstadium für eine Hyperthermie-Behandlung in Frage kommen sollen. Bei Blutkrebserkrankungen kommt diese Behandlungsmethode beispielsweise nicht zur Anwendung.

Brustimplantate nach Brustkrebserkrankungen

Wenn durch den operativen Eingriff die weibliche Brust nicht mehr erhalten werden kann, bietet die plastische Chirurgie sehr gute Möglichkeiten zur Rekonstruktion. Dies ist sowohl mittels eigenem Körpergewebe als auch mittels Implantaten möglich.

Patientinnen sollten sich idealerweise im Vorfeld einer Brustkrebsoperation über die anschließenden Rekonstruktionsmöglichkeiten informieren. Jede Frau muss individuell für sich entscheiden, ob wie künstliche Wiederherstellung der Brust für sie in Fragekommt oder nicht. Denn nicht jeder Patientin ist die postoperative Rekonstruktion ein Anliegen. Sehr viele Frauen definieren ihre eigene Weiblichkeit nicht über die Brüste, für andere wiederum ist der Verlust der Brust eine große psychische Belastung.

Die Rekonstruktion würde in diesem Fall eine große Hilfe bei der Krankheitsbewältigung darstellen.

Kostenübernahme – wer trägt die Kosten der einzelnen Untersuchungsmethoden?

Untersuchungen, die im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennungsmaßnahmen vorgesehen sind, werden von der Krankenkasse übernommen. Sie sind also für Sie kostenfrei.

Die MRT- sowie die Sonografie-Untersuchung gehören unter Umständen nicht zum vereinbarten Leistungsrepertoire der gesetzlichen Krebsfrüherkennung und müssen daher privat gezahlt werden.

Die verschiedenen Risikofaktoren bei Brustkrebs

Nicht beeinflussbare Risikofaktoren

  • Bei der Entstehung von Brustkrebs spielt das Geschlecht eine wesentliche Rolle: Männer können auch an Brustkrebs erkranken, jedoch deutlich seltener als Frauen.
  • Auch das Lebensalter ist ein großer Risikofaktor. Rund vier von fünf Frauen haben bei der Brustkrebsdiagnose das 50. Lebensjahr überschritten.
  • Auch die erbliche Vorbelastung spielt eine wesentliche Rolle bei der Entstehung von Brustkrebs. War bereits die Mutter, Schwester oder eine sonstige nahe Verwandte von der Erkrankung betroffen, steigt das eigene Erkrankungsrisiko deutlich an.
  • Rund fünf bis zehn Prozent aller Brustkrebserkrankungen können auf eine genetische Veranlagung zurückgeführt werden.

Beeinflussbare Risikofaktoren

  • Sportliche Frauen, die viel Bewegung machen, haben ein geringeres Krankheitsrisiko.
  • Nikotin und Alkohol erhöhen das Risiko an Brustkrebs zu erkranken. Daher sollte Alkohol nur in kleinsten Mengen konsumiert werden. Auf das Rauchen sollte unbedingt verzichtet werden.
  • Eine fettreiche Ernährungsweise wirkt sich in mehrfacher Hinsicht negativ auf die Gesundheit aus: Sie begünstigt die Entstehung von Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall. Zudem steigt durch den häufigen Verzehr tierischer Fette wie fettreiches Fleisch, Butter oder Wurst der Östrogenspiegel an. Ein hoher Östrogenspiegel erhöht zugleich das Brustkrebsrisiko. Eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise mit vielen frischen Gemüsesorten und Früchten, hilft nicht nur Übergewicht zu vermeiden, sondern senkt auch das Brustkrebsrisiko.
  • Auch Übergewicht ist ein hoher Risikofaktor bei der Entstehung von Brustkrebs. Die Ursache dafür ist im Hormonhaushalt begründet: Im Fettgewebe kommt es zur Produktion bestimmter Hormone, die für einen Anstieg des Östrogenspiegels sorgen. Das weibliche Sexualhormon regt schließlich die Brustdrüsen zur Zellteilung an. Wenn hierbei Fehler passieren, kann infolgedessen eine Krebserkrankung resultieren. Vor allem nach der Menopause scheint ein zu hohes Körpergewicht entscheidend zu sein, wenn es um das Entstehungsrisiko eines Mammakarzinoms geht. Besonders deutlich erhöht sich das Erkrankungsrisiko für östrogenabhängige maligne Tumoren.
  • Verhütungsmittel wie die Antibaby-Pille aber auch eine Hormontherapie gegen Wechseljahresbeschwerden beeinflusst signifikant das Zusammenspiel der beiden weiblichen Hormone Progesteron und Östrogen. Diese beiden Faktoren erhöhen ebenfalls deutlich das Brustkrebsrisiko. Im Vergleich zur erblichen Vorbelastung oder zum Lebensalter der Frau ist dieser Risikofaktor jedoch deutlich geringer einzustufen.

Die Misteltherapie

Wird die Misteltherapie begleitend zur Chemotherapie eingesetzt, kann eine deutliche Verbesserung der Beschwerden wie Angst- und Müdigkeitszustände, Depressionen, Schmerzen sowie Übelkeit beobachtet werden.

Zum Teil konnte auch ein Abfall der weißen Blutkörperchen beobachtet werden. Dennoch sieht die Schulmedizin diese Behandlungsmethode nicht nur kritisch, sondern lehnt sie teilweise auch ab. Immer wieder kommen Behauptungen auf, dass die Misteltherapie das Wachstum der Krebszellen sogar anregen kann:

Diese Behauptungen konnten jedoch bisher noch mit keinen haltbaren wissenschaftlichen Belegen untermauert werden.

Wegweiser – mögliche Zusatztherapien

Folgende zusätzliche Therapien können ebenfalls noch zur Behandlung eingesetzt werden. Mit gesundheitlichen Nachteilen ist hierbei grundsätzlich nicht zu rechnen:

  • Hypnose vor operativen Eingriffen: Dies soll Schmerzen, Ängste und Übelkeitsempfinden reduzieren.
  • Bewegung und körperliches Training
  • Yoga: Das verbessert die Lebensqualität und mindert Angst, Depressionen und Stresszustände. Auch Müdigkeitserscheinungen (sogenanntes Fatigue-Syndrom) können durch Yoga verbessert werden.
  • Zur Linderung von Symptomen wie Müdigkeit, Erbrechen und Übelkeit kann auch eine Akupunktur-Behandlung zur Anwendung kommen.

Gebärmutterkrebs

Die am häufigsten auftretende Krebserkrankung der Genitalorgane der Frau sind bösartige Tumoren der Gebärmutter. Hier wird zwischen zwei Formen unterschieden:

  1. Krebserkrankung des Gebärmutterhalses
  2. Krebserkrankung des Gebärmutterkörpers.

Gebärmutterhalskrebs und Früherkennungsmaßnahmen

Beim Gebärmutterhalskrebs bilden sich maligne Krebszellen am unteren Teil der Gebärmutter. In den meisten Fällen entwickeln sie sich aus Gewebeveränderungen am Ausgang des Gebärmutterhalses in die Scheide, dem sogenannten Muttermund. Der medizinische Fachausdruck für dieses Krebserkrankung ist Zervixkarzinom: Frauen erkranken im Durchschnitt mit 53. Jahren daran. Der Auslöser für diese Krebserkrankung ist in der Regel eine bestimmte Virusinfektion des Genitalbereichs (HPV).

Wird diese Krebsart in einem frühen Krankheitsstadium erkannt, ist sie fast immer heilbar. Je weiter sich der Tumor jedoch ausbreitet, desto geringer werden auch die Heilungschancen.

Die Untersuchungen der Krebsfrüherkennung können effektiv solche Vorstufen der Erkrankung erkennen. Auf diese Weise kann rechtzeitig mit der Behandlung begonnen und der Tumor entfernt werden. Auch die Schutzimpfung gegen die krebsauslösenden Viren, die sogenannte HPV-Impfung senkt das Erkrankungsrisiko.

Die Symptome dieser Krebserkrankung

Bis sich ein bösartiger Gebärmutterhalskrebs aus Gewebeveränderungen entwickelt, können in den meisten Fällen Jahre, sogar Jahrzehnte vergehen. Diese Veränderungen im Gewebe sind meistens harmlos und rufen auch keine spezifischen Beschwerden hervor.

Hat sich jedoch eine Krebserkrankung entwickelt, äußert sie sich beispielsweise durch folgende Krankheitsanzeichen und Beschwerden:

  • Ungewöhnliche Blutungen außerhalb der monatlichen Regelblutung, beispielsweise nach dem Geschlechtsverkehr oder in der Menopause.
  • Ungewöhnlicher und teilweise übelriechender Scheidenausfluss.
  • Unerklärliche Gewichtsreduktion.
  • Müdigkeit und Erschöpfungserscheinungen.
  • Becken- und Unterleibsschmerzen.
  • Partiell starke Schmerzen beim Wasserlassen.

Verursacht ein Gebärmutterhalskrebs konkrete Beschwerden, ist das Krankheitsstadium häufig schon recht fortgeschritten.

Im Zusammenhang mit den Symptomen ist jedoch Vorsicht geboten: Diese genannten Anzeichen und Beschwerden sind keine eindeutigen Symptome einer Krebserkrankung. Es kann in vielen Fällen auch eine andere Ursache dahinterstecken. Wenn Sie diese Symptome bemerken, sollten Sie Ihren Arzt konsultieren, um die exakte Ursache der Beschwerden abklären zu lassen.

Kostenübernahme der Untersuchungen

Die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen ist die bedeutendste Untersuchung im Rahmen der Krebsfrüherkennung. Das hat auch für Frauen Gültigkeit, die gegen die wichtigsten HP-Viren geimpft sind. Eine Schutzimpfung kann die Vorsorgeuntersuchung auf keinen Fall ersetzen, sondern ist lediglich eine Ergänzung des Vorsorgeprogramms.

Jede Frau kann in Deutschland ab dem 20. Lebensjahr einmal pro Jahr eine Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen durchführen lassen.

Die Krankenkassen übernehmen die Kosten hierfür.

Zur Abklärung eines möglichen Gebärmutterhalskrebses kann auch ein HPV-Test ratsam sein. Im Rahmen dieses Tests wird ein Abstrich vom Muttermund genommen und genauer auf Humane Papillom-Viren untersucht. Den HPV-Test können Frauen ab der Vollendung des 30. Lebensjahres als Ergänzung der Routine-Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen.

Die Kosten hierfür werden allerdings von den Krankenkassen nicht übernommen. Der Test muss also privat gezahlt werden.

Die Risikofaktoren des Zervixkarzinoms

Zigarettenkonsum:

  • Zigarettenkonsum: Das körpereigene Immunabwehr kann in solchen Fällen oft weniger wirksam die Viren bekämpfen.

Wechselnde Geschlechtspartner:

  • Wechselnde Geschlechtspartner: Je mehr Sexualpartner eine Frau hat, desto höher ist das Entstehungsrisiko für einen Gebärmutterhalskrebs.

Früher Beginn der Sexualaktivität:

  • Früher Beginn der Sexualaktivität: Junge Mädchen, die bereits vor der Vollendung des 14. Lebensjahres Geschlechtsverkehr haben, tragen ein deutlich erhöhtes Risiko für eine HPV-Infektion und infolgedessen auch für die Entstehung einer Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung.

Mangelhafte Genitalhygiene:

  • Mangelhafte Genitalhygiene: Eine unzureichende Hygiene macht den weiblichen Organismus deutlich anfälliger für Infektionen und sexuell übertragbare Krankheiten.

Niedriger sozioökonomischer Status:

  • Niedriger sozioökonomischer Status: Menschen mit einem niedrigen gesellschaftlichen Status und einem geringen Einkommen sind Statistiken zufolge eher mit HP-Viren infiziert als Frauen höherer Gesellschaftsschichten.

Zahlreiche Schwangerschaften und Geburten:

  • Zahlreiche Schwangerschaften und Geburten: Jede Schwangerschaft und jede Geburt steigert deutlich das Risiko einer Infektion mit HP-Viren und begünstigt somit die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Das kann beispielsweise in Veränderungen des Gewebes während der Schwangerschaft begründet sein.

Orale Langzeiteinnahme von Verhütungsmitteln:

  • Orale Langzeiteinnahme von Verhütungsmitteln: Bei Risikopatientinnen kann eine langfristige Einnahme von Verhütungspräparaten mit Gestagen und Östrogen ein leicht erhöhtes Gebärmutterhalskrebs-Risiko bewirken.

Schwache Immunabwehr:

  • Schwache Immunabwehr: Ein schwaches Immunsystem kann durch eine Erkrankung wie beispielsweise AIDS oder durch die Einnahme bestimmter Medikamente entstehen. Eine geschwächte körpereigene Abwehr kann jedoch HP-Viren nicht so wirksam bekämpfen und erhöht somit das Entstehungsrisiko einer Krebserkrankung.

Nach dem derzeitigen Stand der wissenschaftlichen Forschungen spielen genetische Faktoren bei der Entstehung eines Zervixkarzinoms nur eine untergeordnete Rolle.

HPV-Schutzimpfung – wovor schützt sie?

Diese Impfung bietet einen Schutz vor den HP-Viren, die als häufigster Auslöser für eine Gebärmutterhals-Krebserkrankung gelten. Eine Infektion mit diesen Erregern kann sogenannte Dysplasien, also Gewebeveränderungen zur Folge haben, aus denen eine maligne Krebserkrankung entstehen kann.

Die „STIKO“, die „Ständige Impfkommission“ des Robert-Koch-Instituts empfiehlt alle heranwachsenden Mädchen zwischen dem neunten und dem 14. Lebensjahr, vor dem ersten Geschlechtsverkehr, gegen die Viren zu impfen.

Die hierfür anfallenden Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Wichtiger Hinweis:

Auch Jungen sollten gegen HP-Viren geimpft werden, das raten zumindest medizinische Experten. Wenn Sie selbst nicht mit den Erregern infiziert sind, können sie später auch ihre Sexualpartnerinnen nicht damit anstecken: Das bietet einen umfassenden Schutz vor Gebärmutterhalskrebs.

Des Weiteren bietet diese Schutzimpfung den Jungen selbst einen Schutz vor Zellveränderungen, die möglicherweise zu einer Krebserkrankung führen können und vor Genitalwarzen.

Die Behandlungsmöglichkeiten

Welche Therapiemethode richtig ist, hängt insbesondere von der Größe des Tumors ab. Des Weiteren kommt es darauf an, ob sich die Krebserkrankung bereits auf andere Körperbereiche und Organe ausgebreitet hat.

Befindet sich der Tumor noch einem sehr frühen Stadium, reicht in den meisten Fällen ein kleiner Eingriff am Gebärmutterhals aus.

Hat der Tumor jedoch bereits umliegendes Körpergewebe geschädigt, muss operativ die gesamte Gebärmutter entfernt werden (Hysterektomie). Ebenso werden die Lymphknoten weiträumig entfernt. In solchen Fällen kommt auch eine Strahlentherapie in Betracht. Die Bestrahlungstherapie ist auch dann eine sinnvolle Option, wenn es nicht möglich ist, den Tumor operativ zu entfernen. Bei einigen Patientinnen kann diese Behandlungsmethode mit einer Chemotherapie kombiniert werden.

Zusätzliche Behandlungsmethoden

Maligne Tumoren wie ein Gebärmutterhalskrebs können – insbesondere im fortgeschrittenen Krankheitsstadium – intensive Schmerzen verursachen. In solchen Fällen erhalten betroffene Frauen eine individuelle angepasste Schmerztherapie.

Infolge der Krebserkrankung oder der Chemotherapie entwickeln viele Frauen eine Anämie (Blutarmut). Unter Umständen muss hier eine Bluttransfusion verabreicht werden.

Gesamtüberblick – die häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen

  • Brustkrebs
  • Darmkrebs
  • Gebärmutterkörper-Krebs
  • Gebärmutterhalskrebs
  • Lungenkrebs
  • Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs)
  • Magenkrebs
  • Hautkrebserkrankungen
  • Harnblasenkrebs
  • Pankreaskarzinom (Bauchspeicheldrüsenkrebs)
  • Nierenkrebs
  • Schilddrüsenkrebs
  • Leukämie
  • Krebserkrankungen des Rachens und der Mundhöhle
  • Speiseröhrenkrebs
  • Kehlkopfkrebs.

Rechte als Patient

Es bleibt Ihnen selbst überlassen, ob Sie an den gesetzlichen Untersuchungen zur Krebsfrüherkennung teilnehmen möchten oder nicht. Es gibt in Deutschland also keine Pflicht zur Teilnahme am Vorsorge- und Früherkennungsprogramm.

Ihre Rechte auf einen Blick:

  • Sie dürfen Ihren Arzt oder Ihre Ärztin frei wählen.
  • Sie haben ein Recht auf neutrale Informationen.
  • Sie haben das Recht, sich von Ihrem behandelnden Arzt umfassend beraten und aufklären zu lassen.
  • Sie haben das Recht auf den Schutz Ihrer Privatsphäre.
  • Sie haben das Recht auf Selbstbestimmung.
  • Sie haben das Recht, Beschwerde einzureichen.
  • Sie haben das Recht und den Anspruch auf einen lückenlose und angemessene medizinische Versorgung.
  • Sie haben das Recht auf eine sachgemäße Dokumentation der Untersuchungen.
  • Sie haben das Recht, jederzeit Einsicht in die Unterlagen zu nehmen, das bedeutet in Arztbriefe, Mammografie-Bilder oder dergleichen. Sie können von diesen medizinischen Unterlagen und Befunden auch jederzeit eine Kopie anfordern.
  • Sie haben das Recht auf eine zweite Meinung. Klären Sie im Vorfeld jedoch unbedingt mit Ihrer Krankenkasse ab, ob möglicherweise dabei entstehende Kosten übernommen werden.

Vorsorgeuntersuchungen im Leistungsspektrum der Krankenkassen

Jeder gesetzlich versicherte Bürger in Deutschland hat einen Anspruch auf die Teilnahme an den kostenlosen Vorsorge- und Krebsfrüherkennungsuntersuchungen. Diese Untersuchungen konzentrieren sich auf Erkrankungen, die medizinisch sehr erfolgreich behandelt werden können, wenn sie frühzeitig entdeckt werden.

Hierzu zählen beispielsweise maligne Tumorerkrankungen. Seit den siebziger Jahren gehören Krebsfrüherkennungsmaßnahmen zum festen Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen (GKV).

In diesem Leistungskatalog ist exakt festgelegt:

  • welche Diagnoseverfahren zur Anwendung kommen können
  • ab welchem Lebensalter die einzelnen Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch genommen werden können
  • ab welchem Alter die Kosten für die Krebsvorsorge von der Krankenkasse getragen werden
  • in welchem Zeitintervall die Früherkennungsuntersuchungen stattfinden sollten.

Darüber hinaus steht es jeder Person frei, an zusätzlichen Individualleistungen der Arztpraxen und Kliniken teilzunehmen. Sind diese außerplanmäßigen Untersuchungen jedoch gewünscht, müssen sie vom Patienten selbst bezahlt werden.

In den einzelnen Arztpraxen gibt es hierfür spezielle Leistungskataloge, sogenannte „IGeL-Listen“. Die behandelnden Ärzte weisen die Patienten im Vorfeld darauf hin, dass es sich bei den gewünschten Untersuchungen möglicherweise um eine Individualleistung handelt, die nicht von der Krankenkasse getragen wird.

Häufige Fragen

Erhöht ein eng sitzender BH das Brustkrebs-Erkrankungsrisiko?

Viele Frauen fragen sich, ob feste BH-Bügel und enge Stützbänder dem Brustgewebe schaden können, denn der Mythos, dass falsch sitzende und enge Büstenhalter Brustkrebs verursachen, hält sich hartnäckig.

Doch die falsche BH-Größe ist in erster Linie unbequem und nicht gesundheitsschädlich. Dr. Susanne Weg-Remers ist Leiterin des Krebsinformationsdienstes am „Deutschen Krebsforschungszentrum“ in Heidelberg. Sie sagt ganz klar: „Büstenhalter beeinflussen das Brustkrebs-Erkrankungsrisiko überhaupt nicht. Dabei spielt es gar keine Rolle, ob der BH exakt passt, zu klein ist, einen Bügel hat oder nicht.“

This post is also available in:
Englisch

William C. Hilberg
As an author, Mr. Hilberg has published several papers on health issues that have gained international recognition. He is close to nature and loves the seclusion and activity as a freelance journalist. In his function as editor William C. Hilberg manages the entire content of PENP. Our team greatly appreciates his expertise and is proud to have him on board.

Nahrungsergänzungsmittel bei Krebserkrankungen – Nutzen oder Schaden?

Zahlreiche Krebspatientinnen stellen sich die Frage, inwieweit sie durch eine gesunde Ernährungsweise sowie durch bestimmte Supplemente den Krankheitsverlauf beeinflussen oder die Krebstherapie unterstützen können.

Im Vordergrund stehen häufig bestimmte Spurenelemente und Vitamine.

Doch was hilft in einer solchen Krankheitssituation tatsächlich? Welche Auswirkungen haben Vitamine auf die Krebsbehandlung? Kann ein Übermaß sogar Schaden anrichten?

Auch gesunde Menschen beschäftigen sich viel mit diesen Fragestellungen und überlegen, ob eine Extraportion Vitamine am Tag das Krebsentstehungsrisiko senken kann.

Im Verlauf einer Tumorerkrankung kann es tatsächlich oft zu einer Unterversorgungmit Mikronährstoffen kommen. Insbesondere ältere Patienten benötigen häufig eine individuell angepasste Ernährung und Supplementierung.

Das können Patienten selbst tun

Krebspatienten sollen darauf achten, sich gesund, frisch und ausgewogen zu ernähren. Vor allem viele frische Gemüsesorten und Früchte, jedoch auch Eier, Milchprodukte, Fisch und mageres Fleisch sollten oft auf dem Speiseplan erscheinen.

Je nach Art und Grad der Krebserkrankung kann es zusätzlich notwendig sein, die körpereigenen Nährstoff- und Vitaminspeicher aufzufüllen und somit das Immunsystem zu stärken. Hierfür finden sich in der Apotheke geeignete Präparate mit einer ausbalancierten Nährstoffmischung.

Hinweis:

Der behandelnde Arzt kann hier geeignete Supplemente empfehlen und verordnen. Bitte greifen Sie nicht eigenmächtig zu diversen Nahrungsergänzungsmitteln, vor allem dann nicht, wenn es sich um hochdosierte Präparate handelt. Ein erfahrener Onkologe kann einen akuten Mangel eindeutig diagnostizieren und geeignete Präparate verschreiben.

So können gesunden Personen wirksam einer Krebserkrankung vorbeugen

Wenn Sie Ihrer eigenen Gesundheit etwas richtig Gutes tun möchten, sollten Sie auf einen gesunden Lebens- und Ernährungsstil achten. Stellen Sie sich einen abwechslungsreichen und ausgewogenen Speiseplan zusammen, achten Sie auf ausreichend Schlaf und vor allem auch auf ausreichend Bewegung.

Meiden Sie Zigaretten und genießen Sie Alkohol nur in kleinsten Mengen und sehr selten. Vermeiden Sie Stress und gönnen Sie sich auch im Alltag ausreichend Verschnaufpausen: Auch sanfte Sportarten wie beispielsweise Yoga oder autogenes Training kann Ihnen effektiv dabei helfen, abzuschalten.

Ihr Hausarzt kann mit einem Blutbild gezielt mögliche Versorgungslücken und Nährstoffdefizite aufdecken. Mit den passenden Nahrungsergänzungsmitteln können Sie Ihr Krebserkrankungsrisiko dann noch weiter reduzieren.

This post is also available in:
Englisch

William C. Hilberg
As an author, Mr. Hilberg has published several papers on health issues that have gained international recognition. He is close to nature and loves the seclusion and activity as a freelance journalist. In his function as editor William C. Hilberg manages the entire content of PENP. Our team greatly appreciates his expertise and is proud to have him on board.

Selbstuntersuchung der Brüste

Das Aussehen der Brüste im Spiegel genau prüfen:

  1. Stemmen Sie die Hände in die Hüften und richten Sie Ihren Blick nach vorne. Schauen Sie Ihre Brüste genau an und untersuchen Sie diese nach optischen Auffälligkeiten.
  2. Heben Sie anschließend die Hände über Ihren Kopf und prüfen Sie, ob sich die Burstwarzen und die Haut gleichmäßig mitbewegen. Schauen Sie exakt nach möglichen Wölbungen, Hauteinziehungen oder sonstigen auffälligen Veränderungen. Auch ein deutlich sichtbarer Größenunterschied zwischen den beiden Brüsten sowie starke Rötungen sollten aufmerksam wahrgenommen werden.

 Die Brüste im Liegen systematisch abtasten:

  1. Tasten Sie die Brüste der Reihe nach von links nach recht beziehungsweise von außen nach innen ab. Am besten tasten Sie mit den flachen Fingerkuppen. Arbeiten Sie vom Brustbein zur Achselhöhle und vom unteren Ende der Brust zum Schlüsselbein hin.
  2. Knoten sind im Allgemeinen ein bis zwei Zentimeter groß, bevor es möglich ist, sie zu ertasten. Sie fühlen sich fest an und lassen sich grundsätzlich nicht verschieben. Ebenso schmerzen die Knötchen in der Regel nicht. Achten Sie beim Abtasten unbedingt auch auf die Lymphknoten im Achselhöhlenbereich.

 Brustwarzen untersuchen:

  1. Drücken Sie zum Schluss mit dem Zeigefinger und dem Daumen die Brustwarzen vorsichtig zusammen und prüfen Sie ob Flüssigkeit abgesondert wird. Ihren persönlichen Tastbefund können Sie jederzeit mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen und ggf. um weitere Untersuchungen bitten.
  2. Das hilft Ihnen dabei, unnötige Sorgen auszuräumen, die möglicherweise während Ihrer Selbstuntersuchung aufgetreten sind.

Erfahrungsberichte aus der Praxis

PENP befragte zudem viele verschiedene Personen aus der Praxis zu diesem Thema. Ärzte, Therapeuten, Betroffene und Heilpraktiker erklärten sich bereit, uns ihre Erfahrungen zur Krebsvorsorge, Behandlung und Nachsorge mitzuteilen.

Mit einem Klick auf das jeweilige Feld, können Sie sich die verschiedenen Meinungen und Erfahrungen ansehen.

Fünf Punkte Programm zur Vermeidung von Krebs

Liebe Klienten,

ob man Krebs wirklich vermeiden kann, fragt sich die halbe medizinische Welt, während beide damit viel Geld verdienen.

Lies hier was Du selbst tun kannst, damit Du für Dich schwere Krankheiten vermeidest und gar nicht erst in die Angstfalle tappst!

Denn schwere Erkrankung gehört zu den sieben Grundängsten der Menschen.

Ich persönlich glaube, das es definitiv möglich ist schwere Krankheiten wie Krebs zu umgehen.

Unter bestimmten Bedingungen der Gestaltung unseres Lebens, was wir denken, fühlen und tun. Mit uns und mit anderen kommt und geht Krankheit wie Gesundheit kommt und geht. Es ist ein Zyklus.

Was ich ganz sicher aus meiner fundierten Praxis-Erfahrung weiß und glaube ich tief daran, das wir die Voraussetzungen allgemeiner Gesundheit verbessern können, um Gesund zu bleiben und wir sind kein Opfer, sondern Erschaffer unseres Lebens! Definitiv.

Meine mehr als 10 jährige Erfahrung als Heilpraktikerin in Vollzeitpraxis mit vielen tausenden von Klienten ist folgende.

Sechs Punkte Programm zur Vermeidung von Krebs:

Dabei kommt es nur auf wenige Punkte an:

  1. Hör auf Angst zu haben. Schmeiße auch die kleine Schwester der Angst, die Frau Zweifel über Bord. Zweifel und Angst sind Deine teuersten Gäste!
  2. Erweitere kontinuierlich Dein Bewusstsein in Deinem Leben. Denn bestimmte Erkrankungen finden zu bestimmten Menschentypen.
  3. Menschen die authentisch leben und ein ihnen wohlwollendes Umfeld haben, bleiben eher Gesund.
  4. Verschlossene Menschen bekommen z.B. eher Krankheiten wie Bluthochdruck, Schilddrüsenthemen. Vielleicht fehlt ihnen das Verständnis von Außen?
  5. Wer in Liebe mit sich selbst und Anderen lebt, der bleibt eher gesund, weil er dem universellen Gesetz von Ursache und Wirkung dient.
  6. Derjenige der tief in sich weiß, das er für alles was er macht in seinem Leben stets bedingungslos geliebt wird, der bleibt mit hoher Wahrscheinlichkeit gesund bis ans Ende seiner Tage

Lerne bei uns, wie Du dieses elementare Sechs-Punkte-Programm in Deine Lebenspraxis integrierst.

Für Dich, Deinen Partner, Deine Kinder, Deine Familie, Deine Freunde und für Deine Mitarbeiter.

Viel Gesundheit und Glück im Leben wünscht Dir

Sandra Oettel

 

Autorin: Sandra Oettel, Heilpraktikerin – https://sandraoettel.de  04/19

Gesunder Umgang mit Stress und Psychohygiene als Gesundheitsprophylaxe

Mittlerweile ist es auch unter Medizinern anerkannt, dass eine „entspannte“ Psyche einen direkten Einfluss auf die Gesundheit des Körpers hat. Wir können uns nicht getrennt sehen: Körper, Psyche – und für den der daran glaubt auch die Seele – sind untrennbar miteinander verbunden. Man könnte sagen wir sind Eins.

Bestmögliche Gesundheit erhalte oder gewinne ich zurück, wenn ich mich nicht nur ausschließlich um die körperliche Ebene kümmere wie z.B. durch biologische Nahrung, Nahrungsergänzungsmittel, Sport & Co – sondern auch die anderen Ebenen mit berücksichtige.

In meiner Praxis für Psychotherapie (Heilpraktikerin) suchen mich unter anderem Menschen auf, die eine Krebsdiagnose erhalten haben. Viele haben bereits eine Chemotherapie/ OP durchgeführt oder einen erneuten Krebsbefund erhalten.

Sie alle haben eines gemeinsam:

Sie wissen um den Zusammenhang zwischen Psyche und Körper.

Einigen von ihnen sind die zu Grunde liegenden psychischen Aspekte ihrer Krankheit durchaus bewusst. Diese psychischen Auslöser sind immer auch mit einer außergewöhnlichen Stressbelastung verbunden.

Nicht jedem meiner Klienten ist dies bewusst, einige fühlen sich gar nicht enorm gestresst. Sie haben meistens den Zugang zu ihrem Körperbewusstsein verloren und/ oder überhören die Rufe ihres Körpers in Form von Erschöpfungssymptomen, Gereiztheit, Schlafstörungen, erste Erkrankungen etc. geflissentlich.

Stress ist ein psychosomatisches Phänomen und beeinflusst unmittelbar unser Immunsystem.

Steht ein Mensch regelmäßig oder dauerhaft unter Stress fährt der Körper das Immunsystem herunter, um genügend Energie für die Verarbeitung der Stresssituation zur Verfügung zu stellen. Stress lässt sich in unserer Gesellschaft nicht vermeiden, jedoch kann ein gesunder Umgang mit Stress erlernt werden.

Meine Klienten suchen nicht eine alternative medizinische Versorgung, sondern eine psychologische Begleitung. Sie vernehmen eine leise Stimme in sich, die ihnen zuflüstert, dass sich etwas ändern muss, soll der Körper wieder genesen und zur alten Kraft zurückfinden.

So beruht meine Zusammenarbeit mit meinen Klienten auf drei Hauptpfeilern, die es uns ermöglichen, einen gesunden Umgang mit den Herausforderungen unseres modernen Lebens zu erlernen:

  1. Körperbewusstsein und Achtsamkeit
  2. Stressfaktoren erkennen und adäquaten Umgang mit Stress erlernen.
  3. Psychohygiene: Der Krankheit/ dem Stress zu Grunde liegende psychische Aspekte erkennen und aufarbeiten.

Diese drei Pfeiler sind nicht klar voneinander zu trennen, sondern greifen individuell
ineinander. Je nach eigener Lebensgeschichte ist die Gewichtung der 3 Pfeiler von Klient zu Klient unterschiedlich.

 

1. Körperbewusstsein und Achtsamkeit

Zu Beginn der gemeinsamen Arbeit geht es um die Schulung des Körperbewusstseinder
Wahrnehmung des Körpers und seiner Signale:

  • Wie äußert sich Stress in meinem Körper?
  • Welche Symptome wie z.B. Kurzatmigkeit, Magenschmerzen, Migräne sind auf zuvor auftretenden Stress zurückzuführen?
  • Was läuft in meinem Körper ab, wenn ich aus dem inneren Gleichgewicht gerate?
  • Wie signalisiert mir mein Körper: Jetzt reicht es?

Das charakteristische Kennzeichen eines normalen Stressablaufes besteht darin, dass die Rückkehr in eine weitgehend ausgeglichene Reaktionslage immer wieder möglich ist.

Um den Körper in einer Stresssituation wieder ins innere Gleichgewicht, also in eine
ausgeglichene Reaktionslage zurück zu führen, erlernen die Klienten Achtsamkeits- und
Atemübungen. Diese sind gut in den Alltag zu integrieren und auch bei beruflicher
Anspannung in kurzen Pausen leicht umzusetzen.

Ebenso biete ich meinen Klienten an, die Technik des Meditierens zu erlernen, um Stress im Körper ab- und für die Zukunft eine gewisse Stressresilienz aufzubauen. Damit erhalten sie die Möglichkeit ihren aus der Balance geratenen Körper immer wieder in die Balance zurückzuführen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Work – Life – Balance:
Der Klient begibt sich auf eine innere Spurensuche nach in ihm schlummernden Bedürfnissen, Wünschen, Potenzialen und Fähigkeiten. Diesen gilt es dann im eigenen Leben mehr Raum und Zeit zu geben. Dies führt zu mehr Sinnhaftigkeit und innerer Erfüllung.

In diesen Auszeiten schöpfen wir Kraft für neue Herausforderungen. Ein weiterer Meilenstein im Umgang mit in unserem Leben unvermeidbaren Stresssituationen.
Die Frage: Was würde ich tun hätte ich keinerlei Verpflichtungen? Ist einer der Wegweiser.

 

2. Stressfaktoren erkennen und adäquaten Umgang mit Stress erlernen:

Stress entsteht durch eine gefühlte Überlastung. So verschieden die Menschen so
unterschiedlich die Stressauslöser beim Einzelnen.

So gilt es für sich zu erkennen:

  • In welchen Situationen gerate ich unter Stress?
  • Welcher Stresstyp bin ich?
  • Welche Verhaltensmuster, Überzeugungen, Gedanken, Situationen erzeugen Stress in mir?
  • Woher kommen diese Überzeugungen, etc.?
  • Habe ich sie mir im Laufe meines Lebens selbst angeeignet?
  • Oder sind es unbewusst übernommene Strategien z.B. aus der Kindheit, weil mein Vater oder meine Mutter so waren?

Jeder Mensch hat in sich verankert eine Art Glaubenssatz, der ihn unbewusst, unentwegt innerlich unter Druck setzt. Ihn antreibt und somit Stress in ihm verursacht.

Ist dieser Satz erst einmal gefunden, erarbeiten wir gemeinsam die Lösung. Ein
übernommener Satz darf sinnbildlich zurückgegeben werden. Ein eigens geprägter Satz wird auf seine Wichtig- und Richtigkeit überprüft.

Oftmals sind diese eigenen, inneren Antreibergedanken in viel früheren Phasen des Lebens entstanden. Damals waren sie (überlebens)wichtig für uns. Doch jetzt gilt es neue Strategien zu entwickeln, Altes loszulassen, um Neuem Raum zu geben.

 

3. Psychohygiene: Der Krankheit/ dem Stress zu Grunde liegende psychische Aspekte erkennen und aufarbeiten.

In meiner Arbeit durfte ich erkennen, dass Stressanfälligkeit unmittelbar mit vergangenen, unverarbeiteten Ereignissen im Zusammenhang steht. Unser Körperbewusstsein hat auf Zellebene alle Ereignisse unseres Lebens abgespeichert. Seien es Vorfälle aus der Kindheit, eine weit zurückliegende, nicht aufgearbeitete Trennung, Verlustängste uvm.

Im Laufe unseres Lebens werden in ähnlichen Situationen, diese alten Ereignisse wieder getriggert. Da sie nicht adäquat verarbeitet wurden, werden die in ihnen gespeicherten Stressreaktionen erneut hervorgerufen und wir erleben im Jetzt eine Stressüberreaktion.

Natürlich können wir den aktuellen Stress zuordnen, ihm entgegen wirken und einen gesünderen Umgang damit einüben. Jedoch erreichen wir damit keine Auflösung alter, in unserer Psyche und unserem
Körper abgespeicherter Ereignisse.

Diese führen immer und immer wieder zu Stressreaktionen im Körper, die wir nur bedingt beeinflussen können. Um tiefgreifende Prozesse zur Erhaltung und/oder Wiedererlangung von Gesundheit anzustoßen, kommen wir nicht an der Aufarbeitung alter Themen vorbei.

Dies ist meist der schwierigste Prozess in der Zusammenarbeit mit meinen Klienten. Wer schaut schon gerne in die Vergangenheit und was hat das überhaupt noch mit heute zu tun? Ist doch alles lange her, längst vergessen und nicht mehr wichtig.

Doch: Unser Körper vergisst nicht.

Insbesondere Männer schauen nicht gerne zurück. Haben sie doch gelernt stark zu sein und nach dem Motto: „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“, viele belastende Ereignisse ins Unbewusste zu verdrängen oder einfach „unter den Teppich zu kehren“.

Hier kann ich jedem nur mit auf den Weg geben:

Ein gesunder Körper trägt einen gesunden Geist.
Ein gesunder Geist ist ein klarer, bewusster Geist, der im Hier und Jetzt lebt, ohne sich von der Vergangenheit, wenn auch unbewusst, manipulieren zu lassen. Frei sein von der Vergangenheit bedeutet eigenverantwortlich in einem selbstbestimmten Leben gesund und glücklich zu sein.

 

Autorin: Martina Haunert – Heilpraktikerin für Psychotherapie – www.diekraftderseele.de – 04/ 2019

Hypnosetherapie und Lymphmassage über die Fußreflexzonen – eine wirksame Unterstützung der Krebsbehandlung

Wenn ein Patient mit Krebs eine Chemotherapie bekommt, ist seine Vorstellung eines äußerst positiven Therapieverlauf sehr wirksam. Durch verschiedene Hypnosetechniken können negative Glaubenssätze verändert und Blockaden gelöst werden. Zur unterstützenden Behandlung in der Krebstherapie kann zum Beispiel eine Themenarbeit mit dem Unterbewusstsein helfen, bei der mit inneren Bildern und Vorstellungen gearbeitet wird.

Bei einem ausführlichen Gespräch erarbeitet die Therapeutin Beatrice Röder mit dem Patienten gemeinsam ein Programm:  Was braucht der Patient, was blockiert ihn, was sind seine Stärken?  Auch Affirmationen: Zielformulierungen, die Kraft und Energie geben, werden besprochen.

Die Einführung in die Hypnose ist eine mehr oder weniger tiefe Entspannung. Der Patient bleibt ansprechbar, der freie Wille unangetastet und er kann sich an alles erinnern.

Die eigentliche Hypnosearbeit, zum Beispiel eine Themenarbeit zur Chemotherapie oder Strahlentherapie, wird bildhaft in eine „Geschichte“ verpackt. Dem Patienten wird in der Trance beschrieben, wie gut ihm das bekommt. Da diese Information direkt ins Unterbewusstsein geht, ist sie äußerst wirksam. Die Affirmationen, persönliche Zielformulierungen, verstärken diesen Effekt.

Zur unterstützenden Behandlung setzt die Heilpraktikerin die Hypnosetherapie direkt vor der Chemo- oder Strahlentherapie ein, die Lymphbehandlung über die Fußreflexzonen (eine sehr sanfte Therapie, die das Immunsystem unterstützt), direkt danach.

Durch eine Erweiterung des Bewusstseins und Erhöhung der Wahrnehmung in der Hypnose ist es möglich, einen Zugang zu inneren Glaubenssätzen und gespeicherten Erfahrungen zu bekommen, die sich negativ auf die Gesundheit auswirken können. Im Unterbewusstsein sind alle Erfahrungen unseres Lebens bis in die Kindheit gespeichert, doch im Bewusstsein ist vieles nicht mehr präsent, denn es wurde oft verdrängt oder „vergessen“.

So ist eine weitere Möglichkeit der Hypnosetherapie die Ursachenforschung. Oft liegt einer Krankheit ein seelisches Problem zugrunde. Mit Hilfe einer hypnotischen Analyse, das ist eine Rückführung zum Beispiel in die Kindheit des Patienten, besteht die Möglichkeit, dieses Problem zu erkennen und in eine positive Richtung zu verändern.

Autorin: Heilpraktikerin Beatrice Röder – www.beatrice-roeder.de 04/ 2019

Krebs behandeln wo er entsteht!

Liebe Leser,

in der letzten Zeit erreichen mich häufig Anfragen von Menschen denen die Diagnose „Krebs“ gestellt wurde.

Ausnahmslos alle Fragen beziehen sich auf eine naturheilkundliche Begleitung der Erkrankung.

 

Wie aber steht es aus meiner Sicht mit den Begriffen: “Vorbeugung” und “Vorsorge”?

 

Lesen wir uns die Worte einmal genauer durch, so finden wir 2x die Silbe “Vor-“.

Richtig?

 

“Vor” bedeutet in unserem Verständnis ein Tun, noch bevor ein anderes

Ereignis eintritt. Ich arbeite also daran, mich so zu verhalten, dass

eine Krankheit nicht eintritt.

 

Dazu muss ich mich aber auch “beugen” und mir “Sorgen” machen.

 

Beugen bedeutet, ich muss freiwillig Gewohnheiten kritisch betrachten,

etwa Verhaltens- und Essgewohnheiten. Und diese ggf. sogar ändern.

 

Nun- wer macht das gerne?

 

Der Begriff “Sorge” impliziert eine Unruhe in unser System. Was soviel

heißt, dass wenn ich zu einer Vorsorgeuntersuchung gehe, ich mir auch

unbewusst Sorgen darüber mache, was ich im Falle einer schlechten Nachricht tun werde.

 

In beiden Fällen, also der “Vor-Beugung” und der “Vor-Sorge” bin ich

als Mensch gefragt, aus meinem passiven täglichen Einerlei

auszubrechen und mit dem Nachdenken zu beginnen.

 

Das ist auch der Grund, warum in den allermeisten Fällen Menschen erst

dann naturheilkundliche Beratung einbeziehen, nicht nur beim Thema

Krebs, wenn sie bereits eine Diagnose erhalten haben.

 

Kurzum die Sorge oder Angst eine Erkrankung könnte auf der Lauer

liegen, lässt viele Mitmenschen kritisch an das Thema Vorsorge herangehen.

 

Auch wird die Illusion genährt, wenn alle Vorsorgeuntersuchungen

durchgeführt wurden, man dann sicher sein könnte, nicht zu erkranken.

 

Das ist leider unrealistisch.

 

Dennoch plädiere ich zur Krebsvorsorge. Ganz einfach, weil die Chance,

eine Erkrankung in einem Vorstadium zu entdecken ihre Aussicht auf Heilung vergrößert.

 

Über das “Was, Wie, Wann und Wie oft” der präventiven Angebote von

Versicherungen zu diversen Gesundheitsthemen sollte man sicher kritisch bleiben.

 

Eines steht nach meiner Erfahrung jedoch an erster Stelle. Und das ist

bei Krebs nicht anders als bei jeder anderen Erkrankung: man sollte

Krebs dort behandeln, wo er entstanden ist.

 

Wenn Sie eine die Diagnose Krebs bekommen haben dann ist mein Tipp an Sie:

 

  • lassen Sie sich einige Tage oder 1-2 Wochen Zeit
  • holen Sie sich eine Zweit- oder Drittmeinung ein
  • Hände weg von rein naturheilkundlichen Wundermethoden

 

Warum ich so hart bezüglich der letzten Kategorie bin?

Weil gerade die Krebsheiler aus den Reihen der Naturheilkunde es

eigentlich besser wissen müssten!

 

Von einem Schulmediziner erwarte ich keinen Blick über den Rand seiner

eng symptomfokussierten Brille.

 

Ein Heilpraktiker sollte jedoch wissen, dass Mistel &Co. alleine die

Chemotherapie oder die Operation nicht ersetzen.

Denn beide Methoden sind langfristig wenig erfolgreich, wenn man nicht

versucht zu verstehen, woher die Erkrankung „Krebs“ überhaupt kommt.

 

Was ihr zugrunde liegt (egal um welche Tumorerkrankung es sich

handelt!), muss man sicher auf einer unbewusst psychischen Ebene suchen.

 

Nur wenn der Therapeut zusammen mit den Betroffenen und deren

Angehörigen diesen Weg geht, ist eine reelle Heilungschance gegeben.

 

Und bitteschön: es heißt so überhaupt gar nicht, dass Sie sich gegen

die Schulmedizin entscheiden sollten!

 

Es geht vielmehr darum, einen Blick dafür zu bekommen, was wirklich

Krankheiten wie Krebs auslöst. Hier sollte man wirklich Umdenken!

 

Denn an dem Punkt liegt die Chance jedes Einzelnen, vielleicht

erstmals in seinem Leben, nach dem wirklichen und ich meine WIRKLICHEN “Warum?” zu fragen.

 

Krebs kommt eben nicht aus einer Zellentartung welcher Art und Weise auch immer hervor.

 

Bevor Zellen sich verändern und sich z.B. teilen ohne abzusterben sind

auf der unbewusst psychischen Ebene Jahre von Ereignissen an uns

vorübergegangen, die im Krebs endeten.

 

Welche Ereignisse dies sind, lässt sich in einer gründlichen Anamnese,

wie ich sie in meiner Praxis anbiete, feststellen. Bitte vergessen Sie

nie: was auf den Rest der Menschen zutrifft, ist bei Ihnen in Variation immer etwas anders.

 

Das “Was und Wie”, aber vor allem das persönliche “Warum?” finden wir

nur heraus, wenn wir ganz individuell herangehen. Und nur dann ist

nachhaltige Genesung auf allen Ebenen des menschlichen Lebens möglich.

 

Es ist also nie die körperliche Ebene, noch nicht einmal das Niveau

der Gene, was Krebs oder einen andere Krankheit auslöst.

 

Denn alles, was sich auf dem körperlichen Niveau zeigt, hat seinen

Ursprung auf einem nicht körperlichen Level.

 

Die einfache Ursache warum Menschen erst, wenn sie die Diagnose Krebs

bekommen haben, zu einem Therapeuten gehen, liegt hierin begründet.

 

Es sagt uns im Allgemeinen niemand, wie ursächlich Psyche und Körper zusammenhängen.

Deshalb begegnet meinen Klienten heute auch immer noch die strikte

Trennung der einzelnen Therapieschritte.

 

Wenn schon begleitende Psychotherapie bei Krebs angeboten wird, dann

richtet sich diese nie auf die wirklichen Ursachen im Einzelschicksal

sondern mehr auf die psychische Schadensbegrenzung.

 

Dabei ist der psychische Zustand der Wegbereiter jeder Erkrankung,

auch der des Krebses.

 

Was also sind unsere Möglichkeiten zum Thema Vorsorge und begleitende

ganzheitliche Behandlung bei Krebs?

 

Wir sollten m.E. die Angebote zur Vorsorge annehmen. Im Falle einer

Diagnose jedoch Ruhe bewahren und sowieso neben der schulmedizinischen

Behandlung eine ganzheitliche Therapie einbeziehen.

 

Die ganzheitliche Therapie muss dann in individueller Art und Weise

sowohl körperlich als auch psychisch-seelisch erfolgen.

Und auch hier meine ich nicht eine verhaltensorientierte

Traumatherapie die zum Gegenstand hat, dass der Patient sich mit seinem Schicksal abfindet.

 

  • orientieren Sie sich auf eine ganzheitliche Therapie
  • bleiben Sie besonnen (der Krebs ist nicht an einem Tag entstanden und Sie
  • dürfen sich etwas Zeit nehmen, ehe die OP erfolgt)
  • holen Sie Schulmedizin UND Ganzheitsmedizin ins Boot
  • suchen Sie einen Therapeuten, der sich mit Ihnen auf den Weg IHRER persönlichen
  • Krankheitsursache begibt

 

Viele Grüße

Hans Lakowski

 

Autor: Hans Lakowski – https://www.heilpraktiker-lakowski.de 04/19

Seit 2005 begleite ich Menschen durch körperliche und emotionale Tiefs hindurch. Es ist für mich nicht nur ein Beruf sondern eine Herzensangelegenheit mit Menschen eng zu arbeiten und ihnen Wege aufzuzeigen damit sie selber  wieder in Ihr Wohlbefinden kommen.

Oft empfinde ich es als ein großes Bedauern zu sehen, was wir Menschen alles verlernt haben und in wie weit wir, ja fast verwirrt sind über das was wir zu-sein scheinen. Vor allem haben wir verlernt mit uns selber in Kontakt zu sein und unsere Selbstheilungskräfte zu nutzen. Immer wieder stelle ich fest, dass tiefliegende eingelagerte Emotionen im Körper ursächlich sind für Krankheiten. Im Kontext von Krebs finden wir besonders unverarbeitete Themen mit tiefem Kummer, unerträgliche Schuoutks/amazon-bathmatepenispumpegoliath-pfühle oder schockierende Erlebnisse.

Diese nicht verarbeiteten Emotionen zeigen sich dann in unserem Leben als die merkwürdigsten Verhaltensweisen. Diese dienen zwar hauptsächlich dafür, die abgespalteten Emotionen zu unterdrücken, die wie Gift für uns werden. Solche Verhaltensweisen die für uns ganz normal erscheinen, wie großes Verantwortungsbewusstsein, es allen recht zu machen, das Gefühl nicht zu genügen, das Gefühl es ist noch nicht genug führen zu Stress, man nimmt Dinge persönlich oder arbeitet übermäßig. Aber auch unser dauerndes Bewerten von allen und jedem, ist eine Ausdrucksform von eingelagerten und unverarbeiteten Emotionen und mangelhaften Konzepten über uns selber. Als Ergebnis kommen wir von unserem Weg ab und dem was Freude bereitet, weil wir dauernd am Ausgleichen sind. Wenn wir nicht das leben, was wir auf natürliche Art und Weise sind, dann nimmt automatisch etwas anderes den Platz ein, dieses kann auch eine Krankheit sein.

Außerdem haben wir gelernt, dass wenn wir krank sind, ein Arzt, eine andere dritte Person oder ein Medikament uns dann wieder heilt. Dieses Abgeben von Verantwortung signalisiert dem Körper und Unterbewusstsein, dass wir selber hilflos sind. Wir haben uns schon längst den Situationen und Umständen unterworfen, in dem Glauben, dass wir selber nichts ändern können.

Wird uns nicht gut genug geholfen, dann sind wir erbost, traurig und niedergeschlagen, weil ja wieder niemand wirklich hilft. Hierdurch führen wir unterbewusst den Beweis an, dass wir nicht genügen und nichts in unserer Macht steht.

Aus meiner Erfahrung hat Heilung immer Potential. Der Grad der Genesung hängt aber in vielerlei Hinsicht mit der eigenen inneren Haltung ab. Habe ich gelernt zu Zweifeln, zu Hinterfragen oder nicht gut zu vertrauen, weder anderen noch mir selber, dann ist auch ein möglicher Heilungsprozess in Frage gestellt. Bin ich aber verbunden trotz meiner schwierigen Situation mit Dankbarkeit, Liebe und Urvertrauen und bereit mich mit einer offenen Haltung dieser gesundheitlichen Herausforderung zu stellen, dann ist Genesung definitiv möglich. Es ist kein Garant, dennoch ein wichtiger Potenzier-er der Genesung.

In meiner Arbeit ist es für mich das wichtigste durch die Schichten der unverarbeiteten Emotionen der Patienten hindurch zu sinken, diese zu heilen oder mit ihnen Frieden zu finden, um dann auch zu erkennen, wie viel Licht und Heilungspotential in uns steckt.

Für mich gehört emotionale Heilung der Altlasten und Schulung im täglichen Umgang mit schwierigen Situationen zur Krebs und Herz-Kreislauf Vorsorge dazu.

 

Autorin: Petra Renker – www.panorama-coaching.de 04/19

 

Diagnose: Trauma! Therapie: Synbalance® nach Hildegard Diebel!

Zur Krebsvorsorge gehört auch eine ausgewogene innere Haltung, und diese beginnt bereits in der pränatalen Zeit des Menschen. Denn unser Leben beginnt bereits im Mutterleib.

Ein Kind lebt neun Monate im Inneren seiner Mutter in einem Kosmos ihrer Gefühle des Glücks, des Zweifels und des Sorgens. Nimmt die Mutter die Schwangerschaft an und „holt“ mit ihrer Gefühlswelt das kleine Zellhäuflein „ab“ so kann das Kind bereits auf die gemeinsame Homöostase vertrauen und sich weiter entwickeln, indem es Erfahrungen von Wohlbefinden, Sicherheit und Geborgenheit tief verinnerlicht.

Nimmt die Mutter dagegen keinen Kontakt mit dem Kinde auf, weil sie die Schwangerschaft nicht will oder ihre augenblickliche Situation äußerst schwierig ist, dann bleibt das kleine Menschlein ständig damit beschäftigt, von sich aus gefühlsmäßigen Kontakt zu seiner Mutter herzustellen und verankert das Gefühl, hilflos und allein gelassen zu sein.

Dies alles geschieht in einer Zeit, in der wir noch nicht über die Sprache verfügen, um das Erlebte zu speichern oder auszudrücken.

 

Die Vielzahl von Eindrücken im Mutterleib und bei der Geburt werden

wie von einem Schwamm aufgenommen und verinnerlicht. Die erlebten emotionalen Zustände werden aber noch in einer globalen oder unmittelbaren Art und Weise gespeichert, ohne sprachlich strukturiert und abrufbar zu sein. Sie bleiben von nun an im Erfahrungsschatz des Kindes bestehen und können zu jeder Zeit auf das spätere Erleben und Verhalten einwirken, ohne dass die Wurzel dieses Erlebens aufgrund dieser sehr frühen Erfahrungen bewusst wird.

Vergleichbar mit der Plazenta auf der biologischen Ebene, erfüllt die mütterliche Gefühlswelt und ihre Fähigkeit, eine Homöostase herzustellen, eine nährende und schützende Funktion für die Psyche des ungeborenen Kindes. Sie bildet den Nährboden für das, was später als Überzeugungen über das eigene Selbst verankert wird.

Waren die Gefühle der Mutter in der geschilderten Weise ablehnend, dann überwiegt die Angst. Neugier und Freiheit gehen verloren und das Vernetzungsmuster der entstehenden Gehirnstrukturen wird auf Unsicherheit und Ängstlichkeit ausgerichtet. Kommt es in späteren Lebensphasen zu Konflikten, dann fehlt auf der Gefühlsebene ein starkes Fundament aus positiven Überzeugungen aus dem Selbst. Auch wenn wir uns dann auf der Verstandesebene im Klaren sind über Ursachen und Bedingungen unserer Probleme, sind wir kaum in der Lage, unsere Überzeugungen über uns selbst zu ändern, wenn dafür der Erfahrungshintergrund fehlt. Was können wir dann tun, um unser inneres Gefühl in Bezug auf eine beschädigte Selbstüberzeugung tatsächlich zu verändern?

 

Mein Verfahren, das sich daraus entwickelte, konnte ich ab 1997 mit überraschend guten Ergebnissen einsetzen; es verwendet:

  • methodische Augenbewegungen,
  • die aus der Akupunktur bekannte Pulstastung RAC
  • und einen geordneten Vorrat von positiven Affirmationen, die zu den Augenbewegungen vom Patienten mitgesprochen werden.

Es ist mir damit gelungen, Schreikinder dauerhaft zu beruhigen, Ablehnung der Mutter im Säuglingsalter zu beheben, bei Tics, Dyskalkulie und Konzentrationsschwäche und depressive Verstimmungen zu helfen.

 

Um die in dieser Zeit, in der die Erfahrung noch nicht sprachlich kodiert wird, angelegten traumatischen Gefühlsbereiche zu erreichen, entwickelte ich passende positive Affirmationen, die ich dann dem Patienten über Augenbewegungen verinnerlichte. Der aufgrund dieser Erfahrungen aufgestellte Katalog von bekräftigenden Aussagen umfasst zurzeit ca. 3000 positiv formulierte Sätze.

Die Pulstastung ermöglicht, aus dem Affirmationskatalog Sätze herauszufiltern, die das unbewusste, negative Gefühlserleben durch positive Formulierungen beeinflussen Der Einfluss der traumatischen Verknüpfungen auf das Gefühlsleben wird so mit Hilfe von positiven Affirmationen und Augenbewegungen neutralisiert und dadurch dem Patienten eine bessere Gefühlswelt für sein heutiges Leben erschlossen.

Diese innere Zerrissenheit kann im späteren Leben zur Ursache von Krebserkrankungen führen. Oder bei einer Krebserkrankung helfen, die innere Entspannung und Ruhe wieder zu finden.

 

Jonas

Erste Behandlung  im Dezember 1999

Jonas ist jetzt 22 Jahre alt. Er ist das 1. Kind von 4. Die Geburt hatte sich um Stunden verzögert. Ansonsten konnte die Mutter zunächst keine Auffälligkeiten feststellen. Aber nach kurzer Zeit schielte Jonas, so dass ihm abwechselnd die Augen zugeklebt wurden.

Vor dem Schuleintritt wurde eine Schieloperation durchgeführt. Selbständiges Erarbeiten des Schulstoffes war ihm von Anfang an nicht möglich. Er brauchte immer eine Unterstützung, da er einfach den Inhalt nicht verstehen konnte. So hat er auch die Prüfung für den Realabschluss nach der 10. Klasse nicht bestanden.

 

Die anschließende Kochlehre musste Jonas nach einem Jahr wegen schlechter Schulleistungen beenden. Das Gleiche wiederholte sich bei der anschließenden Gärtnerlehre, die er ebenfalls nach 1 ½ Jahren wegen schlechter Noten beenden musste.

Die Anspannung seiner Situation in der Familie verstärkte sich, weil er zusätzlich Haschisch konsumierte, sodass die behandelnde Psychologin der Mutter dringend riet, dass Jonas das elterliche Haus verlassen müsse.

Der Anspruch der Familie an Jonas war hoch, weil die Eltern Akademiker sind. Ab Dezember 1999 wohnte er bei der Großmutter, die ca. 300 km von den Eltern entfernt lebte. Außerdem litt er zusätzlich unter epileptischen Anfällen.

 

Meine erste Behandlung war für Jonas sehr anstrengend. Er hatte große Schwierigkeiten, die Augen von rechts nach links zu bewegen. Er arbeitete aber sehr gut mit, weil er sich bei jedem weiteren Satz besser und entspannter fühlte.

 

Nach der dritten Behandlung war er anschließend sehr erschöpft. Bei einigen Affirmationen, die sich auf die Zeit zwischen dem 6. Lebensmonat und 18 Monaten bezogen, bekam er manchmal kaum Luft. Aber am Ende fühlte er sich freier und entspannter.

 

Jonas fing in der Folgezeit an zu lesen und holte sich Informationen vom Hessenkolleg, um die Realschulreife in 1 ½ Jahren nachzuholen. Außerdem suchte er sich eine Aushilfsarbeit und belegte Anfang Februar 2000 an der Volkshochschule Englisch und Mathematik. Er wurde viel aufgeschlossener und entspannter. Als er zur 7. Therapiestunde kam, strahlte er und sage mit festem Ton „Mir geht es gut“. Jonas ist freundlich, redselig und offen geworden. Jonas ist ein hübscher junger Mann geworden, spricht mit mir freundlich und entspannt, und hat auch keine feuchten Hände mehr.

Seit der Behandlung verschwanden auch die epileptischen Anfälle. Als diese mehr als drei Jahre zurück lagen, machte er den Führerschein. Er ging zum Hessenkolleg und absolvierte den Realabschluss. Anschließend machte er die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger und übt diesen Beruf heute noch aus. Er lebt seit Jahren in einer guten Beziehung (nachgefragt bei den Eltern im November 2016).

Neulich erfuhr ich, dass er seine langjährige Lebensgefährtin geheiratet hat.

Autorin: Hildegard Diebel

http://synbalance.de/ 05/19

 

Das Mikrobiom steht im Vordergrund bei einer begleitenden
Krebsbehandlung

Das Mikrobiom (Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm) eines
Krebspatienten wird im Krankheitsverlauf meist stark geschädigt. Wenn der
Patient die Diagnose Krebs erhält, löst das immensen Stress aus und die
psychische Belastung ist hoch, ebenso die körperliche Belastung durch die
nachfolgende Diagnostik. All das wirkt sich bereits sehr ungünstig auf das
Mikrobiom aus.

Weiterhin verliert das Mikrobiom während einer Chemotherapie seine Diversität
(Vielfalt) und die Barrierefunktion des Darms (Leaky Gut) Syndrom wird gestört.

Bei einem Leaky-Gut-Syndrom kommt es unter anderem zu einer Fehlfunktion
der Tight junctions (das sind die Verbindungsstellen zwischen den
Schleimhautzellen). Dadurch entsteht eine vermehrte Durchlässigkeit der
Darmschleimhaut und die Darmbarriere ist gestört.

Infolgedessen können Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Pilze), unzureichend verdaute
Nahrungsbestandteile sowie Allergene die Darmwand passieren und weiter in die
Blutbahn übertreten.

Die Folgen können Entzündungen, Immunreaktionen,
Stoffwechselstörungen sein, welche den Krebspatienten zusätzlich belasten.

Um diese Entwicklung zu unterbinden, wird in meiner Naturheilpraxis nach einer
Mikrobiom-Analyse ein individuelles Therapiekonzept zusammengestellt. Hierbei
kommen Präbiotika und Multispecies Probiotika gezielt zum Einsatz.

Aber auch die Substitution mit Mikronährstoffen sowie der Fokus auf eine
geeignete gesunde Ernährung, Sport, Bewegung und Lebensstil sind Teil des
Behandlungskonzeptes.

Darüberhinaus gilt es Störfelder im Körper aufzuspüren und auszuschalten (z.B.
chronische Entzündungen) sowie die Entgiftungsfunktionen im Körper zu
unterstützen.

 

Autorin: Monika Groth

www.naturheilpraxisgroth.de 05/19

 

This post is also available in: Englisch

William C. Hilberg
As an author, Mr. Hilberg has published several papers on health issues that have gained international recognition. He is close to nature and loves the seclusion and activity as a freelance journalist. In his function as editor William C. Hilberg manages the entire content of PENP. Our team greatly appreciates his expertise and is proud to have him on board.