So erkennst Du eine Hodenentzündung!

Die Hodenentzündung wird auch Orchitis genannt und tritt relativ selten auf. Sie wird durch Viren und Bakterien verursacht und ist für den Betroffenen äußerst schmerzhaft. Wird sie nicht behandelt, kann sie schwerwiegende Konsequenzen mit sich bringen. In unserem Artikel erfährst Du, wie sich eine Hodenentzündung äußert, welche Ursachen dafür verantwortlich sind und wie die Krankheit behandelt wird.

Was ist eine Hodenentzündung eigentlich?

Dringen Viren und Bakterien über Blutgefäße, Harnwege, den Samenleiter oder über Lymphbahnen in das Hodengewebe ein, kann es zu einer Entzündung kommen. Diese kann einseitig oder beidseitig auftreten. Außerdem kann sie neben den Hoden auch die Nebenhoden befallen. Bei Jungen treten vorwiegend virale Hodenentzündungen auf, während bakterielle Entzündungen hauptsächlich bei Männern auftreten. Die Entzündung des Hoden ist stets mit starken Schmerzen verbunden und sollte umgehend behandelt werden, da sie sogar bis zum Verlust der Zeugungsfähigkeit führen kann.

Was sind die Hodenentzündung Symptome? – Nur wenn Du sie kennst, kannst Du richtig reagieren!

Die Symptome einer Hodenentzündung äußern sich unterschiedlich, je nachdem, ob Du eine virale oder bakterielle Hodenentzündung hast.

  • Symptome virale Hodenentzündung: Eine Virusinfektion am Hoden äußert sich durch plötzliche Schmerzen und eine Schwellung der Hoden. Diese treten meist sehr schnell nach erfolgter Infektion auf. Die Hoden sind gerötet und schmerzen selbst bei leichten Berührungen oder Bewegungen. Auch enge Kleidung führt zu Schmerzen. In manchen Fällen tritt sogar Fieber auf.
  • Symptome bakterielle Hodenentzündung: Bei einer bakteriellen Hodenentzündung entwickeln sich die Schmerzen, Schwellungen und die Rötung erst im Verlauf von einigen Tagen. Oftmals sind auch die Nebenhoden betroffen. In manchen Fällen tritt Fieber auf.

Das sind die Ursachen für die Erkrankung

Hodenentzündungen treten sehr oft als Folge von einer Mumps-Erkrankung auf. Auch andere Viruserkrankungen, wie zum Beispiel Röteln oder Windpocken, aber auch Malaria oder Tuberkulose können dafür verantwortlich sein, wenn eine Hodenentzündung entsteht. Bakterielle Infektionen, die auf den Hoden übergreifen, entstehen beispielsweise durch Salmonellose oder Brucellose. Vorsicht ist ebenfalls bei sexuell übertragbaren Krankheiten, wie zum Beispiel Gonorrhö oder Syphilis geboten. Diese können ebenfalls auf den Hoden übergreifen. In einigen Fällen kommt es zuerst zu einer Entzündung der Nebenhoden. Diese wird meistens verursacht durch aufsteigende Keime bei einem Harninfekt. Von den Nebenhoden aus breiten sich die Erreger dann auf die Hoden aus und führen zu einer klassischen Hodenentzündung. Es gibt also verschiedene Möglichkeiten für eine Hodenentzündung Ursache. Der Arzt kann in der Regel weiterhelfen und Durch Untersuchungen herausfinden, was der Grund für die Erkrankung ist.

Wie lange dauert die Entzündung?

Die Hodenentzündung ist eine akute Erkrankung, die einen recht schnellen Verlauf hat. Nach etwa einer Woche klingen die Symptome wieder ab. Die Hodenentzündung Dauer richtet sich jedoch auch nach dem Alter des Patienten. So klingt eine Entzündung bei Kindern deutlich schneller ab, als bei Jugendlichen und bei Erwachsenen.

Wie lange dauert eine Entzündung der Hoden

Die Diagnose einer Entzündung der Hoden – Wie stellt der Arzt die Erkrankung fest?

Als erstes wird der Arzt eine Befragung vornehmen. Dabei möchte er von Dir erfahren, welche Beschwerden Du hast, seit wann diese bestehen und ob es in der Vergangenheit bestimmte Infektionen gab, die sie ausgelöst haben können. Anschließend wird er Deinen Unterleibsbereich untersuchen. Da es verschiedene Krankheiten in diesem Bereich gibt, muss er besonders gründlich vorgehen, um sicherzustellen, dass er die richtige Diagnose trifft. Zunächst wird er andere Krankheiten, wie zum Beispiel Varikozele etc. ausschließen. Ultraschalluntersuchungen helfen ihm dabei. Um zu erfahren, was die Ursache für die Entzündung ist, muss der Arzt das Blut und den Urin analysieren. Oftmals lassen sich darin Bakterien nachweisen, die einen Hinweis auf die Ursache geben.

Wichtig ist zudem, dass der Arzt eine Hodentorsion ausschließen kann. Die Symptome sind hier ganz ähnlich, allerdings handelt es sich bei der Hodentorsion um einen Notfall, der sofort operiert werden muss. Bedingt dadurch, dass sich ein Hoden am Samenstrang verdreht hat, wird die Blutzufuhr unterbrochen. Dies ist anhand einer Dopplersonographie sichtbar. Eine weitere Möglichkeit, um herauszufinden, ob es sich um eine Hodenentzündung oder um eine Hodentorsion handelt ist, den Hoden einfach anzuheben. Während bei einer Entzündung in dem Fall die Schmerzen nachlassen, bleiben sie bei einer Torsion bestehen.

So erfolgt eine Hodenentzündung Behandlung - Damit Du schnell wieder beschwerdefrei bist

Behanldung einer Entzündung der Testikel

Um eine Hodenentzündung auszukurieren, die aufgrund von Viren entstanden ist, solltest Du Dich zunächst einmal schonen. Unsere Hodenentzündung Hausmittel helfen Dir dabei, schnell wieder fit zu werden: Bleib am besten im Bett, stelle den Hoden ruhig, lagere ihn hoch und kühle ihn mit feuchten Umschlägen. Darüber hinaus können entzündungshemmende oder schmerzstillende Medikamente vom Arzt verschrieben werden. Ist die Erkrankung auf eine bakterielle Infektion zurückzuführen, so sollten zu den oben genannten Maßnahmen auch noch Hodenentzündung Antibiotika eingenommen werden.

Diese Hodenentzündung Folgen können in einigen Fällen auftreten

Eine Entzündung der Hoden ist grundsätzlich gut zu therapieren. Probleme können auftreten, wenn keine ausreichende Behandlung erfolgt. So passiert es häufig, dass eine Hodenentzündung auf die Nebenhoden übergreift. Außerdem kann es bei einer bakteriell bedingten Erkrankung zu einer Eiteransammlung in den Hodenhüllen kommen, welche das Hodengewebe noch zusätzlich zusammendrückt. Dadurch können sich Abszesse entwickeln, sodass letztendlich eine Hodenentzündung Operation notwendig wird. In seltenen Fällen kommt es durch die Schwellung und die Entzündung im Hoden zu einer Zerstörung des Hodengewebes. Die Folge ist eine verminderte Hodenfunktion. Sind beide Hoden betroffen, ist sogar eine Zeugungsunfähigkeit möglich. Diese tritt meist in verminderter Form auf und besteht auf Dauer. Das bedeutet: Selbst eine Behandlung ist dann nicht mehr in der Lage die Zeugungsfähigkeit zu verbessern.

Das kannst Du zur Vorbeugung tun

Möchtest Du eine Hodenentzündung vermeiden, gibt es einiges, was Du tun kannst. Eine Ursache für die Krankheit sind Mumpsviren. Umso wichtiger ist es deshalb, sich entsprechend impfen zu lassen. Männer ab 40 Jahren sollten außerdem die Prostata alle zwei Jahre untersuchen lassen. Die Vorbeugung von Prostataentzündungen ist nämlich gleichzeitig ein Schutz vor Orchitis. Für sexuell aktive Männer gilt: Benutze stets ein Kondom, um Dich vor Harnwegsinfektionen ebenso wie vor Geschlechtskrankheiten zu schützen, denn diese sind oftmals die Auslöser einer Hodenentzündung.

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William C. Hilberg
As an author, Mr. Hilberg has published several papers on health issues that have gained international recognition. He is close to nature and loves the seclusion and activity as a freelance journalist. In his function as editor William C. Hilberg manages the entire content of PENP. Our team greatly appreciates his expertise and is proud to have him on board.