Folgen des Hydrocephalus

Direkte Folgen von Hirndruck bei Säuglingen

Bei Babys und Säuglingen sind die Schädelknochen noch nicht fest miteinander verbunden. Dies hat den Vorteil, dass der durch den Hydrocephalus enstandene intrakranielle Druck ausgeglichen wird, dadurch dass sich die Schädelknochen auseinander dehnen. Der Kopfumfang nimmt zu, die Fontanelle ist gespannt und je nach Schwere des Drucks nach aussen gewölbt. Der Druck auf das Hirngewebe ist noch nicht so massiv.

Direkte Folgen von Hirndruck bei Kindern ab ca. 2 Jahren und Erwachsenen

Sind die Schädelnähte und die Fontanelle erst einmal fest verschlossen, so ist der Ausgleich durch den zunehmenden Kopfumfang unmöglich. Folglich steigt der Druck innerhalb des Schädels schneller. Die Vergrößerung der Ventrikel ist dabei nicht das eigentliche Problem. Vielmehr wird es gefährlich, wenn durch den Druckaufbau in den Ventrikeln das Hirngewebe verdrängt wird. Hirnanteile werden verlagert und lebenswichtige Bereiche beeinträchtigt, Hirngewebe wird irreparabel geschädigt. Wenn der Liquordruck steigt, kann er die Blutversorgung des Gehirns beeinträchtigen. Dies hat eine Minderung des Sauerstoffsgehalts und des Blutzuckers zur Folge. Viele unserer Vitalfunktionen wie Herzschlag und Atmung werden vom Hirnstamm gesteuert (einem Hirnteil, der das Rückenmark mit dem Gehirn verbindet). Sehr hoher Hirndruck kann diesen so sehr zusammen drücken, dass Herzschlag und Atmung aufhören. Es kommt zu Herz-Kreislauf-Störungen und zum Atemstillstand.

Wird der erhöhte oder zu niedrige Druck im Gehirn nicht medizinisch behandelt, kann er tödlich enden!

Klinische Zeichen der akuten Hirndruckerhöhung :

  • Übelkeit/Erbrechen im Schwall, oft auch bei nüchternem Magen
  • Kopfschmerzen; vorerst im Liegen und über den Tag ausschleichend, später als Dauerzustand
  • Sehstörungen, eine sogenannte Stauungspapille (Schwellung des Sehnervs)
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit
  • hoher Blutdruck und dabei niedrige Herzfrequenz (Cushing Reflex)
  • plötzlich auftretendes Schielen, Fehlstellung der Augen
  • Geräuschempfindlichkeit, Lichtscheu
  • Störung der Atmung
  • Nackensteifheit

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