Filzläuse – Wie sie vorgehen sollten

Wahrscheinlich hast Du schon einmal von ihr gehört: der Filzlaus. Im Folgenden wird Dir genau erklärt, was eine Filzlaus ist und was zu tun ist bei einem Befall.

Was sind Filzläuse genau?

Filzläuse sind Tierlausart. Sie ist mit bloßem Auge zu erkennen und wird generell über befallene Kleidungsstücke, Bett- und Handtücher oder auch bei engem körperlichen Kontakt übertragen. Anders als andere übertragbare Krankheiten, wie zum Beispiel Chlamydien, Syphilis, Tripper oder auch Herpes Genitalis, verbreiten sich die Filzläuse wesentlich schneller auf einen Wirt. Sie gehören zu den Parasiten. Entfernt man sie vom Körper, können Filzläuse nicht länger als 24 Stunden überleben.

Die kleinen Tierchen haben Beine, an denen sich kräftige Klauen befinden, mit denen sie sich an den Haaren des Menschen festhalten können. An den Haaren befestigen Filzläuse ihre Eier, die sogenannten Nissen. Unbehandelt vermehren sie sich ständig auf ihrem Wirt.

Wie sehen Filzläuse aus?

Filzläuse werden ungefähr 1 bis 1,5 Millimeter lang und haben damit eine kurze, aber breite Erscheinung. Der Körper ist grau. Die Läuse tragen sechs paarige, zapfenartige Beinchen, mit denen Sie sich in den Haaren ihres Wirtes festsetzen können. Im Grunde genommen sehen die kleinen Tierchen aus wie Mini-Krebse.

Filzläuse können 24 Stunden überlebenSie ernähren sich von dem Blut ihres Wirtes. Wenn sie Blut gesaugt haben, verfärbt sich der Körper von gräulich in ein rötliches Braun, was einen eher an Rostfarben erinnert.

Filzläuse-Befall: Symptome

Wenn Du selbst von Filzläusen befallen bist, bemerkst du zuerst einen starken, vor allem nachts aufkommenden, äußerst unangenehm werdenden Juckreiz an dicht behaarten Körperregionen. Es kann Dir aber auch passieren, dass Du nach der Ansteckung mit Filzläusen erstmal keine auffallenden Symptome hast. Das hat natürlich zur Folge, dass Filzläuse manchmal eine lange Zeit nicht entdeckt und unbehandelt werden.

Filzläuse befallen vor allem bevorzugt warme und eher feuchte Körperregionen mit vielen Schweißdrüsen. Sie kommen deshalb hauptsächlich in der Schambehaarung im Genital- und Afterbereich vor. Das heißt aber nicht, das andere Regionen mit Körperbehaarungen vor den Tierchen sicher ist.

Auch an anderen behaarte Körperregionen können die Filzläuse sich einnisten. Möglich ist je nach Behaarung unter anderem der Bauch, die Brust, die Achseln und die Oberschenkel. Es kommt vor, dass die Filzläuse bei dem betroffenen Menschen an den Augenbrauen, in den Wimpern oder speziell bei Männern auch in der Bartbehaarung zu finden sind.

Ausgelöst wird der zuvor beschriebene, starke Juckreiz durch einen bestimmten Wirkstoff, den die blutsaugenden Filzläuse bei dem Biss in die Haut absondern. Weitere Indizien für einen Befall mit Filzläusen können auch kleine, rotbraune Flecken in der Unterwäsche sein – das sind die Kotausscheidungen der Filzläuse.

Die in den Haaren abgelegten Nissen ( die Eier der Filzläuse) verkleben die Schamhaare. Winzige blaue Flecken und ausschlagartige Hautrötungen rund um die Bissstellen sollten Dich misstrauisch stimmen. Die Bisstellen können sich durch exessives Kratzen auch entzünden.

Tierläuse behandeln

Filzläuse: Behandlung

Bei Filzläusen werden die gleichen Medikamente eingesetzt wie auch bei den Kopfläusen. Meist musst Du dann eine Lotion in die Haare geben und nach einer bestimmten Einwirkzeit diese wieder ausspülen.

Da Du mit dieser Vorgehensweise nur die schon geschlüpften Tiere und nicht die Eier angreifen kannst, musst Du eine solche Therapie unbedingt nach circa einer Woche wiederholen, um sicherzugehen, dass alle vorhandenen Filzläuse abgetötet werden.

Zusätzlich solltest Du die befallen Stellen nach erfolgter Behandlung mit einem Läusekamm bearbeiten, um die abgetöteten Läuse, aber die Nissen aus den Haaren zu entfernen.

Beim Befall der Wimpern und/oder Augenbrauen erfolgt die Filzläuse-Behandlung in anderer Weise, da man ansonsten die Augen schädigen kann. Du musst in dem Fall die Filzläuse mit einer Pinzette aus den Wimpern und Augenbrauen zupfen. Vorher musst Du die Haare mehrmals täglich mit einem Öl betupfen, was Dir das Auskämmen erleichtern wird.

Übertragbare KrankheitEs ist außerdem wichtig, dass Du auch hier Deinen Sexualpartner informierst. Natürlich ist ein solcher Schitt immer unangenehm, aber dennoch ist es notwendig. Auch andere Deiner Kontaktpersonen müssen Bescheid wissen, da man sich sonst immer wieder gegenseitig ansteckt.

In der Zeit eines akuten Befalls solltest Du auch auf Geschlechtsverkehr verzichten. In der Wäsche lässt sich einfach von den Tierchen befreien, indem man diese bei mindestens 50 Grad in der Waschmaschine wäscht.

Zur allgemein korrekten Behandlung, insbesondere durch Medikamente, solltest Du dich unbedingt von einem Arzt oder in einer Apotheke des Vertrauens beraten lassen.

Weiter Ursachen von Filzläusen:

Natürlich kann man sich auch ein wenig vor dem Befall schützen. Eine gute Körperhygiene kann einen vor einer Übertragung schützen. Denn eine mangelnde Körperhygiene erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Befalls und ist ein zusätzlicher Risikofaktor, um sich mit Filzläusen anzustecken.

Beachtest Du auch eine gewisse Hygiene innerhalb Deiner Raümlichkeiten wie beispielsweise deiner Bettwäsche, Händtücher oder Kleidungsstücken, dann ist das die beste Prävention gegen die kleinen Blutsauger.

Die-Behandlung-der-Filzläuse

Filzläuse: Antibiotika

Da es sich bei Filzläusen um Parasiten handelt, kann Einsatz von Antibiotika nicht erfolgen. Außer In seltenen Fällen, wenn es zu atypischen Komplikationen durch Infektionen oder Bakterien kommt. In einem solchen Fall musst Du allerdings unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Neben der normalen Behandlung mit speziellen Cremes/Lotionen existieren Insektizide und andere, weniger aggressive Produkte.Du kannst diese Insektizide zur Behandlung gegen Filzläuse in der Apotheke erwerben. Egal was Du verwendest, die Anwendung muss immer sehr sorgfältig stattfinden.

Schwangere oder noch stillende Frauen, Kinder und auch Asthmatiker brauchen eine spezielle medizinische Betreuung. Es ist inzwischen festgestellt worden, dass Läuse nicht mehr so sehr empfindlich gegenüber Insektiziden sind. Du solltest deshalb Cremes auf der Basis von Vaseline oder Dimethicon verwenden.

Diese haben den Effekt, dass die Läuse ersticke. Eine Anwendung damit sollte ungefähr 10 Tage lang erfolgen.

Fazit:

Du siehst also: man kann sich diese Parasiten wirklich sehr schnell einhandeln. Dabei spielt nicht einmal sexueller Kontakt eine Rolle. Schon der Kontakt mit kontaminierten Gegenständen, Kleidungsstücken oder anderen Textilien genügt.

Wenn du den Verdacht hegst, Opfer eines Befalls geworden zu sein, kannst du dich von Ärzten oder Apotheken beraten lassen. Einen hundertprozentigen Schutz dagegen gibt es nicht. Es ist generell sehr wichtig, auf die allgemeine Hygiene zu achten, sowohl körperlich als auch in deinem Näheren Umfeld.

Einmal befallen, musst du die zur Verfügung stehenden Behandlungen gewissenhaft nutzen. Ansonsten kann eine Heilung sehr mühsam und langwierig sein. Dazu kommt, dass Du andere weiter anstecken könntest und diese Personen die Tierchen wiederum an weitere Personen übertagen.

William C. Hilberg
As an author, Mr. Hilberg has published several papers on health issues that have gained international recognition. He is close to nature and loves the seclusion and activity as a freelance journalist. In his function as editor William C. Hilberg manages the entire content of PENP. Our team greatly appreciates his expertise and is proud to have him on board.