Was genau ist Burn-out?

Gastbeitrag von Heiko Wagner (Mehr Infos zu seiner Arbeit unter: https://www.heikowagner.com/ )

Die Frage kann nicht immer eindeutig beantwortet werden, da es oft ein schleichender Prozess ist und erst nach Jahren als „Endzustand“ der Burn-out auftritt. Burn-out zeigt sich bei Menschen mit psychischer und körperlicher Überlastung. Die Vulnerabilität (Verwundbarkeit gegenüber negativen Einflüssen) des einzelnen Menschen spielt hier eine große Rolle. Die leistungsbezogene Gesellschaft zwingt uns immer wieder zu Höchstleistungen und durch Smartphone und Co. sind wir für unseren Arbeitgeber fasst immer erreichbar. Der Körper spiegelt uns diese Überlastung mit Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und körperlichen Symptomen. Neuere Forschungen zeigen, dass es durch die Überlastungen zu einer Funktionsstörung der Zellkraftwerke (Mitochondrien) kommt. So kommt es zu einer Störung der Energieproduktion unseres Körpers.

Ursachen – Zusammenfassung

  • Psychische und physische Überlastung
  • Mangel an Mikronährstoffe
  • Chronische Entzündungen (meist im Kiefer- und Verdauungsbereich)
  • Toxische Belastungen
  • Umweltbelastungen

Vorherrschende Symptome

Psychisch

  • Interesselosigkeit
  • Anhaltende Erschöpfung
  • Rückzug
  • Lustlosigkeit
  • Reizbarkeit
  • Gefühl innerer Lehrer
  • Verlust des Selbstvertrauen
  • Selbstzweifel
  • Ängste / Panikattacken

Physisch

  • Anhaltende Müdigkeit
  • Schlafstörungen
  • Übelkeit
  • Kopfschmerzen / Schwindel
  • Rückenschmerzen
  • Sexuelle Störungen
  • Anfälligkeit für Infekte
  • Ständige Anspannungen
  • Schwächegefühl

Burnout Test der deutschen Gesellschaft für Prävention: https://dg-pg.de/ (kostenpflichtig)

 

Therapieverfahren

  • Medikamentöse Therapie mit Psychopharmaka
  • Ausgleich und Aufbau des Energiehaushaltes mit Mikronährstoffen
  • Veränderungen des Alltags und des Lebensstils
  • Psychotherapeutische Verfahren

Die Behandlung muss auf das Krankheitsbild und der Lebenssituation des Patienten abgestimmt werden. In der Praxis erfolgt die Behandlung ambulant oder stationär. Zum Einsatz kommen Gesprächstherapie, Hypnosetherapie, Entspannung, Ergotherapie Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologische Verfahren, u.a.

 

Meine Arbeit und bevorzugte Therapiemethode

Vor der ersten Behandlung erfolgt eine ausführliche Anamnese (körperliche Ursachen müssen zuvor von einem Arzt ausgeschlossen sein).

 

Die  Hypnosetherapie ist die erste Wahl bei meiner Behandlung. Der Vorteil der Hypnosetherapie ist es, dass der Klient im Unbewussten selber bestimmen kann, wo die Reise hingeht und dort die Lösungen finden kann. Techniken der Entspannung, der Verhaltenstherapie u.a. werden, wenn nötig, integriert. In der Trance geht der Patient ohne Stress ausgesetzt zu sein auf Ursachenforschung. Sein Unbewusstes unterstütz ihn bei jedem Prozess. Ich benutze hierzu die Techniken aus der Autosystemhypnose von Dr. G. Renartz (Autosystemhypnose e.V.).

 

In der ersten Sitzung übe ich mit dem Patienten den Trancezustand und die Arbeit mit seinem Unbewussten. Hier lasse ich ihn in eine schöne Trancereise eintauchen, die zur Entspannung führt und erste Blockaden lösen wird. Der Ablauf und die Imaginationen (Bilderwahrnehmen) werden von ihm selbstbestimmt. Ich gebe lediglich Anreize und Hilfestellungen. In den darauffolgenden Sitzungen wird der Patient durch sein Unbewusstes immer näher an die auslösenden Ursachen herangeführt und er erfährt in der Trance zielgerichtete Lösungsstrategien.

Der zweite Baustein der Therapie ist der Aufbau der Motivation, der Glaube an sich, die  Lösungsstrategien umsetzen zu können. Hierzu wird die mentale Stärke des Patienten, trainiert und aufgebaut. Auf https://www.ratgeberlifestyle.de/beitraege /persoenlichkeitsentwicklung/mentale-staerke-trainieren.html habe ich hierzu bereits einen Artikel veröffentlicht.

 

Im dritten Baustein lernt der Patient die Selbsthypnose, mit der es ihm möglich ist, sich selbst in Entspannung zu führen und in Trance an der Umsetzung seiner Lösungsstrategie zu arbeiten.

 

Erfolgschancen

Mit Hilfe der Hypnosetherapie stehen die Chancen sehr gut das Burnout zu bekämpfen und wieder ein gesundes selbstbestimmtes Leben zu beginnen. Jedoch müssen, die in den Therapiesitzungen erkannten Veränderungen vollzogen werden.

Denn, lebt man sein Leben wie zuvor weiter, ist es wie mit den jährlichen wiederkehrenden Wünschen, mit dem Rauchen aufzuhören oder sein Wunschgewicht zu erreichen!

 

Empfehlungen

Gestalten Sie Ihr Leben aktiv und soweit wie möglich selbstbestimmt. Gönnen Sie sich regelmäßige Auszeiten und genießen Sie Ihre Pausen bewusst. Üben Sie sich im autogenem Training, Hypnose oder der Meditation. Sport, der nicht in Stress ausarten sollte, ist immer ein gutes Ventil, um Dampf abzulassen. Versuchen Sie ausgewogen zu Leben und ernähren sich so, wie es Ihr Körper benötigt. Ihr Hausarzt oder ein Ernährungsberater kann Ihnen hierbei helfen.

 

Glauben Sie an sich, Sie sind genauso viel wert, wie jeder andere Mensch auf dieser Erde!

„Geld, ein Titel oder Ansehen macht keinen Menschen aus!“